Neue Umfrage

Weiße Evangelikale bleiben bei Trump – So sieht es bei Katholiken aus

Veröffentlicht am 12.02.2026 um 10:32 Uhr – Lesedauer: 

Unter den religiösen Gruppen der USA sind Evangelikale weißer Hautfarbe die verlässlichsten Unterstützer von Donald Trump. Aber auch unter ihnen greift der Zweifel um sich. Welches Bild sich unter Katholiken ergibt.

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US-Präsident Donald Trump findet seine größte Unterstützung weiterhin bei weißen evangelikalen Christen. Doch der Rückhalt schwindet wie bei fast allen religiösen Gruppen, wie aus einer am Mittwoch verbreiteten Umfrage des Pew Research Center in Washington hervorgeht. Demnach sehen 69 Prozent der weißen Evangelikalen Trumps Amtsführung insgesamt positiv; in der Gesamtbevölkerung teilen 37 Prozent diese Sicht. Evangelikale zeichnen sich durch ein wörtliches Bibelverständnis, konservative Ansichten und eine missionarische Haltung aus. 

Die zweithöchsten Zustimmungswerte erzielt der Präsident unter weißen Katholiken (52 Prozent), gefolgt von weißen Protestanten (46 Prozent). Niedriger als im Bevölkerungsdurchschnitt ist sein Rückhalt bei Befragten ohne religiöse Bindung (24 Prozent), hispanischen Katholiken (23 Prozent) und schwarzen Katholiken (12 Prozent).

Trump selbst wurde als Kind in der presbyterianischen Kirche getauft; 2020 bezeichnete er sich als "nicht konfessionsgebundener Christ". Im Oktober drohte er Nigeria einen Militärschlag "mit voller Wucht" an, weil nach seiner Auffassung dort Christen von Islamisten "abgeschlachtet" würden. Im Dezember veröffentlichte Trump eine weithin unbeachtete Botschaft zum katholischen Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens und stellte die USA unter den Schutz der Gottesmutter.

Bröckelnde Ethik

Wie die Billigung der trump'schen Amtsführung ging auch das Vertrauen in sein ethisches Handeln laut Pew allgemein zurück. Selbst unter weißen Evangelikalen äußerten bei der Umfrage Ende Januar nur noch 40 Prozent die Auffassung, ihr Präsident agiere nach ethischen Grundsätzen; im Februar 2025 waren es noch 55 Prozent.

Weiße Katholiken teilen diese Sicht aktuell zu 34 Prozent, weiße Protestanten zu 26 Prozent. Das Ende der Skala markieren schwarze Protestanten mit unverändert 7 Prozent.

Den stärksten Vertrauensverlust hinsichtlich seiner Pläne und seiner Politik erlebte der Präsident bei weißen Protestanten und bei religiös Ungebundenen. In beiden Gruppen sank die Unterstützung von Trumps Agenda 2025 um 13 Prozentpunkte. (KNA)