Gegen rückwärtsgewandte, deprimierte Haltung

ZdK-Präsidentin fordert Konsequenzen wegen hoher Kirchenaustritte

Veröffentlicht am 17.03.2026 um 11:25 Uhr – Lesedauer: 

Berlin ‐ Gespaltenes Bild: Etwas mehr Menschen in Deutschland besuchen Gottesdienste – das freut ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp. Auf der anderen Seite sieht sie angesichts aktueller Zahlen bleibenden Handlungsbedarf.

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Irme Stetter-Karp fordert mehr Anstrengungen, um die katholische Kirche in Deutschland wieder anziehender zu machen. Die Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Dienstag: "Das Niveau der Kirchenaustritte ist weiterhin alarmierend. Es ist notwendig, nach vorne zu schauen und kreativ nach Wegen zu suchen, wie die Gemeinschaft der Gläubigen Anziehungskraft entfalten kann." Mit einer rückwärtsgewandten, deprimierten Haltung werde dies nicht gelingen. Stattdessen brauche es Mut und die Bereitschaft, Neues auszuprobieren.

Gleichzeitig hebt die oberste Laienvertreterin in Deutschland auch positive Signale hervor: "Es ist erfreulich, dass Erstkommunion und Firmung stabil geblieben sind, und es freut mich, dass der Gottesdienstbesuch eine positive Entwicklung zeigt." Diese Entwicklung beobachte sie auch in ihrer eigenen Gemeinde.

Die am Montag veröffentlichten Zahlen der katholischen und Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zeichnen ein angespanntes Bild: Zwar traten mit 307.117 Menschen etwas weniger Katholiken aus als im Jahr zuvor, doch die Zahl der Austritte bleibt hoch. Die Zahl der Eintritte und Rückkehrer steigt nur leicht an. Die katholische Kirche in Deutschland hat derzeit rund 19,2 Millionen Mitglieder. (KNA)