Gerüchte um Klosterschließung: Papst Leo empfängt Trappisten-Abt
Papst Leo XIV. hat am Mittwoch den Abt der französischen Trappistenabtei La Trappe, Thomas Georgeon, im Vatikan empfangen. Das Presseamt des Heiligen Stuhls machte keine näheren Angaben zu Inhalt und Verlauf der Unterredung. Das Treffen zwischen dem aus dem Augustinerorden stammenden Papst und dem Trappisten fällt in eine Zeit tiefgreifender Herausforderungen für den traditionsreichen Orden.
Das Mutterkloster der Trappisten, die Abtei La Trappe in der Normandie, steht derzeit vor einer ungewissen Zukunft. Zuletzt wurde bekannt, dass die Mönche erwägen, den Standort bis 2028 aufzugeben. Als Hauptgründe gelten wirtschaftliche Schwierigkeiten, Nachwuchsmangel sowie die zunehmende Überalterung der Gemeinschaft. Zudem konnte eine dringend erforderliche Restaurierung der historischen Gebäude, deren Kosten auf rund zwölf Millionen Euro geschätzt werden, bislang nicht finanziert werden.
Papst Leo XIV. scheint den Trappisten, einem besonders strengen Männerorden der katholischen Kirche, besonders verbunden zu sein. Anfang März berief er den norwegischen Bischof und Trappistenmönch Erik Varden zum Prediger der Besinnungstage für die Römische Kurie. – Die Trappisten, die "Zisterzienser der Strengeren Observanz", gehören zu den strengsten Orden der katholischen Kirche. Seit 1892 bilden sie einen eigenständigen Orden. Im 17. Jahrhundert waren sie als Reformbewegung aus dem Zisterzienserorden hervorgegangen. (KNA)
