Deutsche Bischöfe grüßen neuen Nuntius – und danken Vorgänger
Die deutschen Bischöfe haben dem neuen Papstbotschafter in Deutschland, Erzbischof Hubertus van Megen, ihre Unterstützung zugesichert. Es gehe darum, "die Brücken und das gegenseitige Vertrauen zwischen Rom und unserer Ortskirche fortzusetzen", erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Heiner Wilmer, am Donnerstag in einer Mitteilung. Zuvor hatte der Vatikan die Ernennung des Niederländers van Megen zum Apostolischen Nuntius bekannt gegeben. Er folgt in Berlin auf den kroatischen Erzbischof Nikola Eterovic, der das Amt seit September 2013 innehatte.
Der 64-jährige van Megen trat 1994 in den diplomatischen Dienst des Vatikans ein und war seitdem vor allem in Afrika eingesetzt, zuletzt als Nuntius in Kenia und Südsudan. "Ihre langjährige Erfahrung in der vatikanischen Diplomatie, gerade in Krisenregionen wie dem Sudan, dem Südsudan und Eritrea, zeigt, dass Sie eine Persönlichkeit sind, die furchtlos und überzeugt das Evangelium verkündet und den Dialog sucht", so Wilmer. "Dieses internationale Wirken wird Ihnen für den Dienst in unserem Land eine große Hilfe sein."
"Gewährsmann mit hoher Kontinuität"
Gleichzeitig verabschiedete Wilmer Amtsvorgänger Eterovic, der mit 75 Jahren altersbedingt aus dem diplomatischen Dienst ausscheidet. Eterovic sei zu einem "wichtigen Gewährsmann mit hoher Kontinuität" für die Bischöfe geworden und habe die Nuntiatur zu einem "Ort der Begegnung gemacht", so der Hildesheimer Bischof. "Durch Ihren Dienst in unserem Land machen Sie deutlich, dass der Heilige Stuhl als völkerrechtliches Subjekt in der Politik und in der Gesellschaft präsent ist. Und das trägt zu einer guten Stabilisierung des Staat-Kirche-Verhältnisses bei."
Gleichzeitig würdigte der kürzlich zum Bischof von Münster ernannte Wilmer auch die kritischen Töne, die Eterovic etwa zum Synodalen Weg der Kirche in Deutschland geäußert hatte. "Umso mehr weiß ich zu schätzen, dass Sie bei aller verständlichen kritischen Distanz zum Synodalen Weg der Kirche in unserem Land diesen Weg durch Ihre persönliche Präsenz mit begleitet haben. Dafür möchte ich Ihnen ausdrücklich danken." (KNA)
