Nächste Schritte auf weltweitem Synodalprozess festgelegt
In der katholischen Weltkirche soll es auch künftig gemeinsame Leitungsberatungen auf mehreren Ebenen geben. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Mitteilung des Sekretariates der Bischofssynode hervor, das Mitte April tagte.
Demnach sollen bei einem Treffen im Vatikan vom 23. bis 25. Juni die Schritte für die Umsetzung der Synodenbeschlüsse von 2024 auf Ebene der Kontinente festgelegt werden. Diese Umsetzung und deren Bewertung soll im Frühjahr 2028 abgeschlossen sein. Im Oktober 2028 ist dann eine globale "kirchliche Versammlung" in Rom geplant.
An dem Vorbereitungstreffen Ende Juni sollen die Vorstände der kontinentalen Bischofsräte wie CELAM (Lateinamerika), CCEE (Europa) oder Secam (Afrika) sowie Patriarchen der katholischen Ostkirchen teilnehmen. Die Bischofskonferenzen der USA und Kanadas sollen ebenfalls vertreten sein.
Chefs aller Bischofskonferenzen in Rom
An einem Tag werde auch Papst Leo XIV. an den Beratungen teilnehmen, hieß es. Für "Anfang des Sommers" kündigte das Sekretariat die Veröffentlichung eines genauen Fahrplans für die nächsten Schritte der Synodalversammlungen auf kontinentaler und globaler Ebene an.
Neue Details wurden auch über das geplante Treffen zur Debatte über das Schreiben "Amoris laetitia" von Papst Franziskus mitgeteilt. Demnach tagen vom 7. bis 14. Oktober die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen in Rom. Sie sollen auf Bitte von Papst Leo XIV. über das innerkirchlich zunächst umstrittene Dokument und seine Anwendung in der Seelsorge für wiederverheiratete Geschiedene sprechen.
In der Erklärung heißt es nun, diese Versammlung der Bischofskonferenzvorsitzenden im Oktober werde von der Vatikanbehörde für die Laien und Familien mit Unterstützung des Synodensekretariates organisiert. Es handele sich aber nicht um eine Synodalversammlung, sondern um ein Beratungstreffen der Konferenzvorsitzenden mit dem Papst. (KNA)
