BDKJ fordert Schutzstandards für Jugendliche in Sozialen Medien
Damit Kinder und Jugendliche in der digitalen Welt sicherer sind, fordert der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) verbindliche Schutzstandards. Nötig seien auch mehr Transparenz bei Algorithmen sowie wirksame Maßnahmen gegen digitale Gewalt, erklärte der Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden am Samstag. Hintergrund ist ein Beschluss zur Gestaltung Sozialer Netzwerke auf der Hauptversammlung des BDKJ.
"Soziale Netzwerke sind wichtige Lebensräume junger Menschen. Gleichzeitig sind es Räume, in denen Hass, Desinformation und Manipulation besonders jene treffen, die ohnehin Diskriminierung erfahren", erklärte der BDKJ-Bundesvorsitzende Henner Gädtke. Es brauche klare und verbindliche Regeln, die die Betreiber von Plattformen in die Verantwortung nähmen und die Rechte junger Menschen stärkten.
Der Verband mit nach eigenen Angaben rund 660.000 Mitgliedern forderte eine umfassende Medienbildung in der Schule und in der Jugendarbeit. "Wer digitale Räume gestaltet, gestaltet auch gesellschaftliche Machtverhältnisse. Deshalb ist es entscheidend, dass gerade die Perspektiven junger Menschen - insbesondere von marginalisierten Gruppen - gehört und einbezogen werden", erklärte Lisa Quarch von der Geistlichen Leitung des BDKJ-Bundesverbandes. "Nur so entstehen Plattformen, die wirklich gerecht und sicher sind." (KNA)
