Papst Leo XIV. spricht mit US-Außenminister Rubio
Papst Leo XIV. hat US-Außenminister Marco Rubio zu Gesprächen im Apostolischen Palast empfangen. Laut US-Außenministerium ging es um die Lage im Nahen Osten sowie "Themen von gemeinsamem Interesse in der westlichen Hemisphäre". Im anschließenden Gespräch mit dem päpstlichen Chefdiplomaten, Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, und dem Außenbeauftragten, Erzbischof Paul Gallagher, seien explizit die Anstrengungen zur Erreichung eines dauerhaften Friedens im Nahen Osten besprochen worden.
Nach Angaben des Heiligen Stuhls fand im Vatikan "ein Meinungsaustausch über die regionale und internationale Lage statt, mit besonderem Augenmerk auf Länder, die von Krieg, politischen Spannungen und schwierigen humanitären Situationen geprägt sind". Weiter habe man "über die Notwendigkeit, unermüdlich für den Frieden zu arbeiten" gesprochen.
Die Begegnung folgt auf eine Reihe von Verbalattacken aus Washington: US-Präsident Donald Trump hatte Leo XIV. wiederholt angegriffen und unter anderem mehrfach behauptet, der Papst befürworte Atomwaffen im Iran. Der Papst wies die mittlerweile seit Wochen wiederholten Vorwürfe stets zurück und betonte, sein Engagement für Frieden fortsetzen zu wollen – ohne Angst vor der US-Regierung.
Rubio hatte vor dem Treffen betont, die Begegnung habe nichts mit den Wortgefechten zwischen Trump und Leo XIV. über den Iran-Krieg zu tun. Kardinalstaatssekretär Parolin hatte im Vorfeld der Audienz zu verstehen gegeben, man werde "über alles sprechen, was in diesen Tagen geschehen ist". Trumps Angriffe auf den Papst bezeichnete er als "zumindest seltsam".
In ihren Mitteilungen betonten Vatikan wie Washington ihre intakten diplomatischen Beziehungen. Laut Vatikan wurde das gemeinsame Engagement für die Pflege guter bilateraler Beziehungen zwischen beiden bekräftigt. Das US-Außenministerium teilte mit: "Das Treffen unterstrich die starken Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Heiligen Stuhl sowie ihr gemeinsames Engagement für die Förderung von Frieden und Menschenwürde." (KNA)
7. Mai., 18:45: Ergänzt um weitere Informationen.
