Besonders Faszination für Liturgie habe ihn geprägt

Bischof Bätzing: Wollte nie etwas anderes werden als Priester

Veröffentlicht am 15.05.2026 um 11:50 Uhr – Lesedauer: 

Würzburg ‐ Schon im ersten Schuljahr habe für ihn festgestanden, "Pastor" werden zu wollen: Der Limburger Bischof Georg Bätzing spricht über seine frühe Berufung – und langweiligen Religionsunterricht.

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Der Limburger Bischof Georg Bätzing (65) hat schon als Kind den Wunsch gehabt, Priester zu werden. Bei einer Veranstaltung am Rande des Katholikentags in Würzburg sagte der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), junge Menschen fragten ihn oft, wann er gewusst habe, dass er Priester werden wolle: "Dann muss ich immer ein bisschen kleinlaut sagen: Ich habe nie etwas anderes werden wollen."

Bereits im ersten Schuljahr habe er bei einer Unterrichtsstunde über Berufswünsche gesagt, er würde gerne "Pastor" werden. Dieser Wunsch habe sich nie verändert. Besonders die Faszination für die Liturgie habe ihn geprägt und treibe ihn bis heute an, ergänzte Bätzing. Auch die Schule habe für seine Entwicklung eine wichtige Rolle gespielt. Der Religionsunterricht sei für ihn allerdings meist langweilig gewesen, gab der Bischof zu.

Bätzing: Führungsämter für Frauen beenden Weihedebatte nicht

Weiter sagte Bätzing, mehr Leitungsaufgaben für Frauen in der katholischen Kirche würden die Debatte über Priesterinnen nicht abfedern. "Ich bin nicht überzeugt, dass mehr Frauen in Führungspositionen die Frage nach dem sakramentalen Amt entschärft", so der Bischof. Im Gegenteil: Die Weihefrage werde eher "schärfer gestellt", wenn die Einsicht wachse: "Warum dann nicht auch dieser Schritt?" Bätzing sprach sich dafür aus, Frauen "alles, was möglich ist" an Verantwortung und Leitungsaufgaben in der Kirche zu übertragen. (tmg/KNA)