Antichristlichen Reflex der Partei stärker benennen

Kulturstaatsminister warnt vor Abschaffung von Weihnachten durch AfD

Veröffentlicht am 17.07.2026 um 10:20 Uhr – Lesedauer: 

Berlin ‐ Wintersonnenwende und Julfest? Diese Feste könnten künftig im Kalender stehen, falls es eine AfD-Regierung gibt. Kulturstaatsminister Weimer bekräftigt seine Kritik und sagt: "Ich bin absolut Team Weihnachten."

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Kommt die AfD in Regierungsverantwortung, dann stehen nach Ansicht von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer christliche Feiertage auf dem Prüfstand. "Auf dem Parteitag wurde ein Antrag gestellt, man solle christliche Feiertage abschaffen und germanische einführen – Wintersonnenfest, Julfest und solche Dinge", sagte Weimer (parteilos) im "Stern"-Podcast "5-Minuten-Talk". "Das ist schon ein krasser Eingriff in unser kulturelles Selbstgefühl."

Auch gehe es um eine fundamentale Frage in der Gesellschaft. Weimer: "Da bin ich absolut vom Team Weihnachten." Egal, wie man zum christlichen Glauben stehe: "Natürlich ist unsere Traditionslinie einer christlich-jüdischen Herkunft so tief kulturprägend für alles, was wir kennen, dass ein frontaler Kampf dagegen schon wirklich revolutionäre Intention hat – genau wie die Nazis", sagte Weimer weiter.

Weimer kritisierte auch Pläne der AfD, eine patriotische Kulturpolitik einzuführen. "Alles soll geschlossen werden, vom Bauhaus bis zu kirchennahen Dingen." Der antikirchliche Reflex der AfD müsse von der Mitte stärker benannt werden, forderte er. – Im September werden drei neue Landesparlamente gewählt: in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. (KNA)