Bei Versammlung in Stuttgart

Synodaler Weg verabschiedet Abschlusserklärung

Veröffentlicht am 31.01.2026 um 12:10 Uhr – Lesedauer: 

Stuttgart ‐ Viele Impulse, aber auch Krisen und Pannen: In einer Abschlusserklärung fassen die Teilnehmer des Synodalen Wegs zur Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland ihre Erfahrungen nach sechs Jahren Dialog zusammen.

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Die Mitglieder des Synodalen Wegs zur Zukunft der katholischen Kirche in Deutschland wollen das Bemühen um Reformen, Missbrauchsaufarbeitung und eine glaubwürdige Vermittlung christlicher Werte weiter vorantreiben. Bischöfe, Ordensleute und Laien verabschiedeten am Samstag in Stuttgart zum Abschluss der letzten Vollversammlung des sechsjährigen Reformprojekts eine entsprechende Erklärung.

Darin hält die Versammlung fest, dass der Synodale Weg von einer "Grundhaltung der Hoffnung" getragen gewesen sei. Weiter heißt es: "Eine hoffnungsfrohe Kirche, die nichts mehr verschleiert und sich erneuert, kann wirksamer eintreten für eine Welt, die Zukunft hat." Es sei notwendig gewesen, "verletzendes Handeln, missbrauchsbegünstigende Strukturen und eigene Schuldverstrickung offenzulegen. Der Lernprozess war von viel Engagement getragen."

"Alles andere als ein abgeschlossenes Projekt"

Nicht alles sei dabei "glatt aufgegangen", so die Synodalen. "Es gab Spannungen, Pannen und Krisen auf diesem Weg, Bemühungen wurden zunichte gemacht, Menschen verletzt. Und doch steht am Ende in vielen Hinsichten das Gelingen. Ein neues Miteinander, neue Formen von Synodalität, die Bedeutung von Rechenschaftslegung und Transparenz und die Ermöglichung von mehr Teilhabe wurden auf den Weg gebracht." Das gelte nicht nur für die Bundesebene; auch für Bistümer, Pfarreien, Verbände und kirchliche Gemeinschaften seien Impulse gesetzt worden.

Der Synodale Weg sei "alles andere als ein abgeschlossenes Projekt". Mit der Synodalkonferenz, einem neuen nationalen Beratungs- und Beschlussgremium von Bischöfen und Laien, werde die katholische Kirche in Deutschland ein Instrument gewinnen, "um dauerhaft die systemischen Dimensionen des Machtmissbrauchs zu bekämpfen". Ziel sei es, "Partizipation, Transparenz und Rechenschaft zu sichern, Diskriminierung zu bekämpfen und Geschlechtergerechtigkeit zu fördern". Die Synodalkonferenz soll, vorbehaltlich der Zustimmung der Bischöfe und aus dem Vatikan, im November an den Start gehen. (KNA)