"Glaube kommt an"

Würzburger Frankenapostel nun als Playmobil-Figuren erhältlich

Veröffentlicht am 28.03.2026 um 09:04 Uhr – Lesedauer: 

Würzburg ‐ Drei Männer, ein Boot, eine Mission – und jetzt als Spielzeug: Die Würzburger Frankenapostel gibt es ab sofort als Playmobil-Figuren. Das zuständige Bistum erinnert damit an seine Patrone.

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Drei Männer, die in ihrem Boot übers Wasser schippern – die Heiligen Kilian, Kolonat und Totnan, auch als Frankenapostel bekannt, sind ab sofort als limitierte Playmobil-Sonderedition erhältlich. Kaufen kann man die Figuren in der Würzburger Dominfo und im Internet, außerdem unter anderem in den Tagungshäusern des Bistums und beim Katholikentag im Mai. Eine Übersicht der Verkaufsstellen gibt es unter playmobil.bistum-wuerzburg.de.

Bei sich tragen die Patrone des Bistums Würzburg ein Schwert, eine Bibel, einen Messkelch und im Fall des Kilian einen Bischofsstab sowie eine Mitra. Sie sind den Figuren der Heiligen im Würzburger Neumünster nachempfunden. Jedem Set liegt eine kurze Erklärung auf Deutsch und Englisch bei.

"Glaube kommt an"

Die Figuren und das Bild auf der Verpackung sollten an den Weg erinnern, den die drei Mönche einst über das Meer nach Franken genommen hätten, sagte der Würzburger Bischof Franz Jung am Freitag bei der Präsentation der Figuren im Neumünster, wo die Gebeine der drei Heiligen liegen. Sie zeigten, dass bei den Menschen etwas ankommen könne, wenn andere sich auf den Weg machten und andere bereit seien, es aufzunehmen. Auch heute gehe es darum, Christus zu den Menschen zu bringen. Daher stünden die Sets unter dem Motto "Glaube kommt an".

Heinrich und Kunigunde als Playmobilfiguren
Bild: ©Pressestelle Erzbistum Bamberg/Maike Wirth (Archivbild)

Auch die Bamberger Bistumsgründer Heinrich und Kunigunde wurden 2023 in einer Sonderedition als Playmobil-Figuren aufgelegt.

Die Frankenapostel sind nicht die ersten Playmobil-Figuren mit einem kirchlichen Hintergrund: Die meistverkaufte Figur ist der Reformator Martin Luther. Auch verschiedene Ordensleute sind erhältlich sowie der heilige Kaiser Heinrich II. und dessen Frau Kunigunde. Diese präsentierte das Erzbistum Bamberg zum Heinrichsfest 2023. Auch eine Kirche, die Arche Noah und eine Weihnachtskrippe zogen schon in die Playmobil-Welt ein.

Zwei Jahre Entwicklung der Figuren

Die Würzburger Idee stammt den Angaben zufolge von der Theologin Beatrice Petrik, die aus dem Bistum Würzburg kommt und im Erzbistum Bamberg als Referentin arbeitet. Sie war auch an der Gestaltung der Figuren beteiligt. Von der Unterzeichnung des Vertrags mit Playmobil bis zur Präsentation vergingen demnach zwei Jahre.

Jungs Stellvertreter, Generalvikar Jürgen Vorndran, kündigte an, dass die 500 Kindergärten und Kindertagesstätten im Bistum Würzburg jeweils ein Set der Figuren erhalten sollten. Möglich mache dies eine Spende an die Caritas. Auch alle Pfarrbüros sollten ein Playmobil-Set bekommen. Die Figuren seien ein Andenken an die drei Diözesanheiligen des Bistums, so Vorndran. Er hoffe, dass sie sich schnell im ganzen Bistum und darüber hinaus verbreiteten. (KNA)