Bischof Wilmer legt Satzung für Synodalkonferenz in Rom vor
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Bischof Heiner Wilmer, hat die Satzung für die künftige Synodalkonferenz in Rom vorgelegt. Im Gespräch mit dem Präfekten des Bischofsdikasteriums, Erzbischof Filippo Iannone, habe er die Satzung erläutert, sagte Wilmer laut Pressemitteilung der DBK (Dienstag). Dies habe er in Kontinuität mit seinem Vorgänger, Bischof Georg Bätzing, sowie den "zahlreichen Vorgesprächen" von Bischof Franz-Josef Overbeck getan. "Die Recognitio ist erbeten, damit wir die Satzung anwenden und eine Synodalkonferenz für die Kirche in Deutschland umsetzen können."
"Ich bin froh und dankbar, dass wir heute so einen weiteren Schritt auf der langen Etappe des Synodalen Weges fortgesetzt haben", erklärte Wilmer laut Mitteilung. "Ebenso bin ich dankbar, wie intensiv dieser Prozess in Deutschland in den vergangenen Monaten mit dem weltweiten synodalen Geschehen zusammengeführt wurde." Wilmer wurde bei der Übergabe laut Mitteilung von DBK-Generalsekretärin Beate Gilles und DBK-Pressesprecher Matthias Kopp begleitet.
Hoffnung auf zeitnahe Recognitio
Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, begrüßte in einer ersten Reaktion, dass Wilmer bei seinem Rom-Besuch die Satzung der Synodalkonferenz vorgelegt hat. "Die katholische Kirche in Deutschland hat auf ihrem Synodalen Weg mit großem Engagement auf diese Synodalkonferenz hingearbeitet, in der künftig Bischöfe und Laien dauerhaft gemeinsam beraten und Beschlüsse fassen möchten", so Stetter-Karp in einer Pressemitteilung am Dienstag. "Ich hoffe sehr, dass die nun erbetene Recognitio, also die Anerkennung dieser Satzung, zeitnah kommt." Die zahlreichen Vorgespräche zum Text der Satzung seien für diesen Prozess sicher dienlich gewesen. "Es wäre wunderbar, wenn wir noch in diesem Jahr zur konstituierenden Sitzung der Synodalkonferenz zusammenkommen könnten."
Die Synodalkonferenz soll das Nachfolgegremium der Versammlung des Synodalen Wegs der Kirche in Deutschland werden. In dem Gremium sollen künftig Bischöfe und Laien gemeinsam über Zukunftsfragen der Kirche in Deutschland beraten und entscheiden. Der Synodale Ausschuss hatte die Satzung auf seiner letzten Sitzung im vergangenen November verabschiedet, ZdK und DBK hatten als Träger des Synodalen Wegs die Satzung gebilligt. Die konstituierende Sitzung für die Synodalkonferenz ist für den 6. und 7. November dieses Jahres geplant. (cbr)
