Leo XIV. würdigt Franziskus: "Zeugnis des Glaubens und der Liebe"
Papst Leo XIV. hat an Ostermontag an seinen Vorgänger Franziskus erinnert. Er starb an dem kirchlichen Feiertag vor einem Jahr (21. April). Bei seinem Mittagsgebet auf dem Petersplatz lobte Leo XIV. unter dem Applaus der Anwesenden das "große Zeugnis des Glaubens und der Liebe" des mit 88 Jahren verstorbenen Kirchenoberhaupts. "Im Licht des Auferstandenen denken wir heute mit besonderer Zuneigung an Papst Franziskus, der am Ostermontag des vergangenen Jahres sein Leben in Gottes Hand zurückgegeben hat."
Leo XIV. rief die Menschen weiter dazu auf, immer leuchtendere Verkünder der Wahrheit zu werden. Diese werde oft von Fake News verdeckt, "also von Lügen, Andeutungen und grundlosen Verdächtigungen". Doch verstecke sich die Wahrheit angesichts solcher Hindernisse nicht, so das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken. "Sie kommt uns entgegen, lebendig und strahlend, und erhellt die tiefste Finsternis."
Der Hoffnung eine neue Stimme verleihen
Anlässlich des Osterfestes rief er die Gläubigen dazu auf, die frohe Botschaft der Auferstehung Jesu in die Welt zu tragen. Es sei wichtig, dass sie vor allem jene erreiche, die vom Bösen unterdrückt werden. "Ich denke dabei an die vom Krieg geplagten Völker, an die wegen ihres Glaubens verfolgten Christen, an die Kinder, denen der Zugang zu Bildung verwehrt bleibt", so Leo XIV. "Die Auferstehung Christi in Wort und Tat zu verkünden bedeutet, der Hoffnung eine neue Stimme zu verleihen, die sonst durch die Hände der Gewalttätigen erstickt wird."
Nach dem Mittagsgebet bedankte sich der Papst für die zahlreichen Ostergrüße, die ihn in den vergangenen Tagen erreicht haben. "Gott möge jeden mit seinen Gaben belohnen", sagte Leo XIV. Das Kirchenoberhaupt wünschte den Menschen Tage "in Freude und im Glauben" und rief zum Gebet für "das Geschenk des Friedens für die ganze Welt" auf. (mal/KNA)
