Bischof Wilmer würdigt Papst Franziskus am ersten Todestag
Als Erneuerer der katholischen Kirche hat Bischof Heiner Wilmer den vor einem Jahr gestorbenen Papst Franziskus gewürdigt. "Franziskus hat uns eindringlich daran erinnert, dass die Kirche nur dann glaubwürdig ist, wenn sie sich den Menschen zuwendet – besonders den Armen, den Ausgegrenzten und denen an den Rändern der Gesellschaft", so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) am Dienstag in den Sozialen Medien. Franziskus' Vision einer "hinausgehenden Kirche" bleibe Maßstab und Auftrag.
Am Dienstag (21. April) jährt sich der Todestag des Papstes zum ersten Mal. Mit seinem Einsatz für Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Frieden habe Franziskus weit über die Kirche hinaus gewirkt, betonte Wilmer. "Sein Werben für eine synodale Kirche ermutigt uns, den Weg des Glaubens gemeinsam, dialogbereit und im Hören auf den Heiligen Geist weiterzugehen."
Auch die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, hob auf Instagram Franziskus' "Leidenschaft für Gerechtigkeit" hervor: "Er forderte die Christenheit in Wort und Tat zu internationaler Solidarität auf. Synodal sein hieß für ihn sehr offensichtlich, Grenzen und Mauern zu überwinden, gemeinsam unterwegs zu sein." Besonders geschätzt habe sie seine enge Verbindung zu Armen, Geflüchteten, Sterbenden und Ausgegrenzten. Zugleich habe er aber auch die Begegnung mit Kontrahenten in Debatten um einen Wandel der Kirche gesucht. "Die Weltsynode, die er einberief, wird als Jahrhundertprojekt in die Geschichte eingehen", so Stetter-Karp. (tmg/KNA)
21.4., 11:15 Uhr: Ergänzt um ZdK.
