Gruß an Kopten

Papst Leo XIV. verurteilt Gewalt in der Sahelzone

Veröffentlicht am 10.05.2026 um 16:30 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Nach den jüngsten Terrorangriffen im Tschad und in Mali hat der Papst zu Friedensbemühungen in der Region aufgerufen. Zudem erinnerte Leo XIV. am Sonntag an einen wichtigen Tag für die Ökumene.

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Papst Leo XIV. hat die zunehmende Gewalt in der Sahelzone verurteilt. Aufgrund der jüngsten Terrorangriffe sorge er sich insbesondere um die Menschen im Tschad und in Mali, sagte das Kirchenoberhaupt am Sonntag auf dem Petersplatz. "Ich versichere euch meiner Gebete für die Opfer und meiner Verbundenheit mit allen, die leiden", so Leo XIV. "Ich wünsche mir, dass jede Form von Gewalt ein Ende findet, und unterstütze alle Bemühungen um Frieden und Entwicklung in diesem geliebten Land."

Gruß an die koptische Kirche

Nach seinem sonntäglichen Mittagsgebet erinnerte er darüber hinaus an den Tag der koptisch-katholischen Freundschaft, der an jedem 10. Mai begangen wird. "Ich sende Seiner Heiligkeit Papst Tawadros II. einen brüderlichen Gruß und versichere der ganzen geliebten koptischen Kirche mein Gebet, in der Hoffnung, dass unser Weg der Freundschaft uns zur vollkommenen Einheit in Christus führt, der uns 'Freunde' genannt hat", so Leo XIV.

Am 10. Mai 2013 hatte Patriarch Tawadros II. zum ersten Mal den Vatikan besucht, kurz nach der Wahl von Papst Franziskus (2013-2025). Seitdem begehen die seit Jahrhunderten getrennten Kirchen den Tag der Freundschaft. Das Datum hat noch eine weitere Bedeutung, denn am 10. Mai 1973 trafen erstmals ein Papst und ein koptisch-orthodoxer Patriarch in Rom zusammen.

Die koptisch-orthodoxe Kirche zählt weltweit bis zu elf Millionen Gläubige. Die überwiegende Mehrheit lebt in ihrer angestammten Heimat Ägypten, bis zu 1,5 Millionen verteilen sich über die ganze Welt. (KNA)