Marienmonat Mai

Musikalische Verehrung: Diese Marienlieder sollten Sie kennen

Veröffentlicht am 12.05.2026 um 12:30 Uhr – Von Steffen Zimmermann – Lesedauer: 

Berlin ‐ Ob "Gegrüßet seist du, Königin" oder "Segne du, Maria": Katholisch.de präsentiert fünf Marienlieder, die das kirchliche Leben und den Glauben vieler Menschen bis heute prägen – und von Trost und Verehrung erzählen.

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Der Mai gilt in der katholischen Kirche traditionell als Marienmonat. Vielerorts finden Maiandachten, Prozessionen und Wallfahrten statt – begleitet von Liedern, die Generationen von Gläubigen geprägt haben. Einige der bekanntesten Mariengesänge erzählen von Schutz und Trost, andere reichen bis ins Mittelalter zurück. Katholisch.de präsentiert besonders bekannte Beispiele. 

"Gegrüßet seist du, Königin"

"Gegrüßet seist du, Königin" gehört zu den bekanntesten Marienliedern im deutschsprachigen Raum. Der Text lehnt sich eng an das mittelalterliche Gebet "Salve Regina" an, mit dem Maria als "Mutter der Barmherzigkeit" angerufen wird. Besonders beliebt ist das Lied bei Maiandachten, Wallfahrten und Rosenkranzgebeten. Viele Gläubige verbinden damit feierliche Marienprozessionen oder den Abschluss von Gottesdiensten im Marienmonat Mai. Seine eingängige Melodie und die starke emotionale Sprache machen das Lied bis heute zu einem festen Bestandteil katholischer Frömmigkeit. 

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Video: © Benjamin Krysmann

gesungen vom Mädchenchor St. Marien in der katholischen Kirche Unbefleckte Empfängnis in Harsewinkel-Marienfeld.

"Maria, breit den Mantel aus"

"Maria, breit den Mantel aus" zählt zu den bekanntesten Schutz- und Bittliedern der katholischen Marienfrömmigkeit. Im Mittelpunkt steht das Bild vom schützenden Mantel Marias, unter den sich die Gläubigen symbolisch stellen. Diese Vorstellung geht auf eine alte christliche Tradition zurück, in der Maria als Fürsprecherin und Beschützerin der Menschen verehrt wird. Die schlichte, eindringliche Sprache und die ruhige Melodie des Liedes verleihen ihm bis heute eine besondere emotionale Kraft. Für viele Katholiken ist das Lied eng mit Trost, Geborgenheit und Vertrauen verbunden.

"Meerstern, ich dich grüße"

"Meerstern, ich dich grüße" greift einen der ältesten Marientitel überhaupt auf: "Stella Maris", den Stern des Meeres. Maria erscheint darin als Orientierung und Hoffnung für Menschen in schwierigen Zeiten. Das Lied entstand im 19. Jahrhundert und wird besonders gerne bei Marienandachten und Wallfahrten gesungen. Charakteristisch ist seine ruhige, fast meditative Melodie. Inhaltlich verbindet es Vertrauen und Trost mit der Vorstellung, dass Maria die Gläubigen sicher durch die "Stürme" des Lebens begleitet.

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Video: © Benjamin Krysmann

gesungen vom A-Chor des Paderborner Domchores im Hohen Dom zu Paderborn.

"Maria, Maienkönigin"

Kaum ein Lied ist so eng mit dem Marienmonat Mai verbunden wie "Maria, Maienkönigin". Schon der Titel verweist auf die traditionelle Verehrung Marias als "Königin des Himmels" und auf die besondere Rolle des Monats Mai in der katholischen Frömmigkeit. Das Lied zeichnet sich durch seine volkstümliche, leicht mitsingbare Melodie aus. Gesungen wird es vor allem bei Maiandachten, Marienfeiern und Prozessionen. Viele ältere Katholiken kennen es noch aus ihrer Kindheit, als der Mai mit geschmückten Marienaltären und gemeinsamen Andachten verbunden war. 

"Segne du, Maria"

"Segne du, Maria" ist eines der beliebtesten Marienlieder im deutschen Sprachraum – auch weil es weniger feierlich als viele ältere Kirchenlieder wirkt. Im Mittelpunkt steht die Bitte um Schutz, Trost und Begleitung durch Maria im Alltag. Gerade deshalb wird das Lied oft bei Taufen, Hochzeiten oder Beerdigungen gesungen. Entstanden ist es im 19. Jahrhundert; seine schlichte Sprache und die ruhige Melodie haben dazu beigetragen, dass es bis heute in vielen Gemeinden lebendig geblieben ist. Für viele Gläubige hat das Lied einen stark persönlichen und tröstlichen Charakter. 

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Video: © Benjamin Krysmann

gesungen von den Regensburger Domspatzen am Regensburger Dom St. Peter in der katholischen Kirche Hl. Albertus Magnus des Bildungshauses Schloss Spindlhof in Regenstauf.

Von Steffen Zimmermann