Spendenpriester bei härtestem Radrennen der Welt am Ziel
Pawel Nowak (40), Priester aus Bremen, hat das härteste Radrennen der Welt geschafft: Am Sonntag um kurz vor 5 Uhr Ortszeit erreichte er das Ziel in Atlantic City (New Jersey) – als siebter von 18 gestarteten Solofahrern. Nowak war am 16. Juni im kalifornischen Oceanside gestartet, um die rund 4.930 Kilometer in höchstens zwölf Tagen durch 13 Bundesstaaten zur Ostküste zurückzulegen – über 52.000 Höhenmeter, durch Wüstenhitze und Regen, fast ohne Schlaf und zugunsten trauernder Kinder. Der in Polen geborene Priester aus Bremen-Blumenthal wirbt mit seiner Aktion um Spenden für die Initiative "Trauerland", die sich um Kinder kümmert, die einen nahen Menschen verloren haben.
"Die Spendenaktion von Pastor Nowak ist etwas Einzigartiges für Trauerland", sagte Fundraiserin Claudia Köpke der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Neben regionalen und deutschen Medienberichten zeigt sich auch die polnische Medienlandschaft beeindruckt von der Extremleistung des gebürtigen Polen." Auch Sportler-Communities seien durch Nowak auf Trauerland aufmerksam geworden - "eine unfassbar wertvolle Unterstützung für uns als spendenfinanzierten Verein", sagte Köpke. Von den angestrebten 26.000 Euro an Spenden waren am Sonntagmorgen etwa 5.200 Euro zusammengekommen.
Begleitet von seinem Team – und Gott
Bei seinem US-Abenteuer wurde Nowak von einem Team aus vier Frauen und drei Männern in zwei Begleitfahrzeugen unterstützt, darunter sein Bruder Rafal und die RAAM-Siegerin von 2025, die polnische Ultrafahrerin Aneta Lamik. Auf dem Rad pflegt der Priester nach eigenen Worten eine Standleitung zu Gott. "Ich hoffe, mit dem Rennen nicht nur die Grenzen meiner Ausdauer auszuloten, sondern vor allem Hoffnung zu wecken und Menschen dazu zu ermutigen, Gutes zu tun", schrieb er in seinem RAAM-Fahrerprofil.
Im vergangenen Sommer besuchte der Geistliche, der seit 2014 im Bistum Hildesheim arbeitet, Papst Leo XIV. im Vatikan – ebenfalls mit dem Rennrad. Er legte die rund 1.600 Kilometer von Bremen nach Rom in rund 80 Stunden und wiederum praktisch ohne Schlaf zurück. Dabei sammelte Nowak Spenden für ein Kinderhospiz. (KNA)
