Papst feiert US-Nationalfeiertag in Rom – Appell für Einwanderer
Papst Leo XIV. hat den 250. Unabhängigkeitstag seines Heimatlandes USA in Rom begangen. "Auf Einladung des US-Botschafters beim Heiligen Stuhl besuchte der Heilige Vater am Samstagabend, dem 4. Juli, anlässlich des Nationalfeiertags dessen Botschaft", teilte der Vatikan am späten Samstagabend über den Nachrichtendienst Telegram mit.
US-Botschafter Brian Burch veröffentlichte ein Foto mit Leo XIV. auf Instagram und schrieb: "Es ist mir eine große Ehre, diesen besonderen Tag mit einem amerikanischen Mitbürger und Bischof von Rom zu feiern."
Nationalfeiertag im Zeichen der Migration
Der aus Chicago stammende Papst verbrachte den 4. Juli zu einem großen Teil auf der "Flüchtlingsinsel" Lampedusa. Bei seinem halbtägigen Besuch am südlichsten Punkt Europas gedachte er der im Mittelmeer ertrunkenen Bootsflüchtlinge, traf Migranten und feierte mit den Bewohnern des rund 20 Quadratkilometer großen Eilands eine Freiluftmesse.
Zum 250. Jubiläum richtete das Kirchenoberhaupt einen offenen Brief an die USA. Darin gratulierte er "allen Amerikanern anlässlich des 250. Jahrestags der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung". Zugleich erinnerte er die Amerikaner an ihre Verantwortung für die Zukunft des Landes und rief die USA zur Zusammenarbeit mit anderen Nationen auf.
Zudem mahnte er zur Achtung der gottgegebenen Würde jedes menschlichen Lebens. Dessen Verteidigung beinhalte auch, Einwanderer aufzunehmen, zu schützen und ihnen beizustehen. "Ihre Hoffnungen, Opfer und Beiträge waren von Anfang an ein Teil der Geschichte dieses Landes", betonte der Papst. (KNA)
