Warnung vor Verwechslung

Echte Redemptoristen distanzieren sich von Transalpinen Redemptoristen

Veröffentlicht am 09.07.2026 um 10:25 Uhr – Lesedauer: 

Rom ‐ Die "Transalpinen Redemptoristen" lehnen den Papst ab und wollen einen eigenen Bischof weihen. Darunter leiden auch die echten Redemptoristen, die mit diesem Schisma nichts zu tun haben.

  • Teilen:

Der Redemptoristen-Orden distanziert sich von den "Transalpinen Redemptoristen". Vermehrt werde der traditionsreiche Orden mit der schottischen Gemeinschaft in Verbindung gebracht, die trotz des Namens nicht zu den Redemptoristen gehört, heißt es in einer Erklärung des Generaloberen Rogério Gomes (Foto oben). Die "Transalpinen Redemptoristen" beziehen sich zwar auf den von Alfons von Liguori gegründeten Orden und seine Spiritualität, haben aber nichts mit den Redemptoristen zu tun.

Insbesondere bestehe keine Beziehung zwischen seinem Orden in Schottland und den "Transalpinen Redemptoristen", die ebenfalls in Schottland ihren Sitz haben. "Es ist notwendig, deutlich die Kongregation des Heiligsten Erlösers (CSSR), die aus redemptoristischen Missionaren, Priestern und Brüdern besteht und in über 80 Ländern tätig ist, von der Gemeinschaft, die man als 'Transalpine Redemptoristen' oder 'Söhne des Heiligsten Erlösers' kennt, zu unterscheiden", betont Gomes.

Appell gegen Verbreitung von Fake News

Er bedauert, dass mangelnde historische und kirchenrechtliche Kenntnisse, verbunden mit der schnellen Verbreitung von Informationen durch soziale Medien, zu Verwirrung unter den Gläubigen beigetragen haben: "Daher bitten wir alle dringend, Quellen sorgfältig zu prüfen und zu vermeiden, unzutreffende Inhalte zu verbreiten, die die historische Wahrheit, die kirchliche Gemeinschaft, die Identität der redemptoristischen Mission und das Zeugnis der Einheit, zu dem die Kirche gerufen ist, beschädigen."

Gomes erläutert in seiner Erklärung, dass der Name "Transalpine Redemptoristen" von seinem Orden verwendet wurde, als er sich durch den heiligen Clemens Maria Hofbauer über die Alpen nach Norden ausgebreitet hatte, Hofbauer und die transalpinen Regionen des Ordens aber ebenfalls keine Verbindung zu den heutigen "Transalpinen Redemptoristen" haben. "Die Gemeinschaft, die heute als "Transalpine Redemptoristen" bekannt ist, entstand 1988 als eine Gruppe, die sich von der Kongregation des Heiligsten Erlösers abgespalten hatte und zunächst mit der traditionalistischen Bewegung verbunden war, die der Priesterbruderschaft St. Pius X. nahesteht. Später nahm sie den Namen "Söhne des Heiligsten Erlösers" (F.SS.R., Filii Sanctissimi Redemptoris) an", erläutert der Generalobere.

Ab 2008 waren die "Transalpinen Redemptoristen" wieder in voller Gemeinschaft mit der Kirche und wurden als diözesaner Orden des Bistums Aberdeen (Schottland) errichtet, in jüngerer Zeit kam es aber zu einer immer extremeren Trennung, unter anderem durch Manifeste, in denen die Päpste seit Johannes XXIII. (1958–1963) und die jüngeren Entwicklungen der Lehre der Kirche abgelehnt werden. Ende Juli will die Gemeinschaft ihren Oberen ohne Erlaubnis des Papstes zum Bischof weihen lassen. Der Bischof von Aberdeen, Hugh Gilbert, teilte mit, dass er ein kanonisches Verfahren eingeleitet hat. Der Orden teilte außerdem mit, dass er ein "unvollkommenes Konzil", also ein Konzil ohne Papst, plane. "Solche Standpunkte geben nicht die Haltung der Kongregation des Heiligsten Erlösers wieder und werden von den zuständigen kirchlichen Behörden überwacht und geprüft", so Gomes. (fxn)