Beim Sonntagsgebet in Castel Gandolfo

Papst Leo XIV. sendet aus seinem Sommerurlaub einen Friedensappell

Veröffentlicht am 12.07.2026 um 14:12 Uhr – Lesedauer: 

Castel Gandolfo ‐ Papst Leo XIV. verbringt drei Wochen in Castel Gandolfo. Doch das hält ihn nicht davon ab, angesichts der Kriege in zahlreichen Ländern einen Appell an die Weltöffentlichkeit zu richten.

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Zum ersten Mal in diesem Sommer hat Leo XIV. das sonntägliche Mittagsgebet in Castel Gandolfo vorgetragen. Dabei begrüßte er auf dem Hauptplatz die Einwohner "dieses schönen Ortes" und die zahlreichen Pilger. Anschließend erinnerte der Papst an die "Winde des Krieges" in vielen Teilen der Welt – etwa im Nahen Osten und in der Ukraine.

"Lasst uns nicht zulassen, dass diese Winde die kleine Flamme der Hoffnung und des Friedens auslöschen, auch wenn sie noch so zerbrechlich und schwankend erscheint", appellierte er. Das Kirchenoberhaupt rief dazu auf, "beharrlich den Weg des Dialogs, der Begegnung und der Diplomatie" zu gehen. Dies sei der einzige Weg, der zu einem gerechten und dauerhaften Frieden führen könne.

Zum christlichen Aktionstag "Sonntag des Meeres" würdigte Leo XIV. außerdem die Seeleute weltweit, die trotz großer Entfernung zu ihren Angehörigen und trotz internationaler Konflikte auf den Seewegen Versorgung und Handel ermöglichten.

Papst: Ferien für Stille und Gebet nutzen

Die Urlauber rief der Papst auf, während der Ferien auch Momente der Stille und des Gebets zu suchen. Danach werde man "mit erfrischtem Körper und Geist" zu den gewohnten Aufgaben zurückkehren.

Seit vergangenem Sonntag verbringt der Papst eine dreiwöchige Sommerauszeit in Castel Gandolfo. Nach umfassenden Restaurierungsarbeiten lebt er nun in den Gemächern des Palastes in den Albaner Bergen. Zuvor war er in die Villa Barberini in den Gärten der Sommerresidenz ausgewichen, weil sein Vorgänger Franziskus (2013-2025) im Palast ein Museum eingerichtet hatte. Das bleibt während der Abwesenheit des Papstes für Besucher geöffnet. (KNA)