Kommunikationsexperte: Mit dem Papst sollte man sich nicht anlegen
Der Kommunikationsexperte Armin Petschner-Multari ist der Ansicht, dass man sich nicht mit dem Papst anlegen sollte. US-Präsident Donald Trump habe derzeit generell keinen guten Lauf, sagte er am Dienstagabend dem Sender "Welt". Auslöser der Kritik war ein inzwischen gelöschtes, KI-generiertes Bild, das Trump in Jesus-Pose zeigt und für Empörung sorgte. In diesem Zusammenhang verliere Trump "reihenweise Anhänger in allen möglichen Richtungen", so Petschner-Multari, Gründer der konservativen Denkfabrik "The Republic" und früherer Kommunikationschef der CSU.
Zwar habe Trump historisch gut bei Katholiken abgeschnitten, doch auch diese Unterstützung breche aktuell weg. Zudem lehne seine "MAGA"-Bewegung sowohl einen Angriffskrieg wie auch Auseinandersetzungen mit dem Papst ab. Obwohl die US-Politik schon immer religiös aufgeladen gewesen sei, wirke die Rhetorik derzeit "ziemlich absurd und völlig überdreht".
Am Wochenende hatte Donald Trump auf seinem Netzwerk "Truth Social" Papst Leo XIV. scharf angegriffen und ihn nach dessen Kritik am Angriff der USA und Israels auf den Iran als "schwach" gegenüber Kriminalität sowie als "Katastrophe" in der Außenpolitik bezeichnet. Leo XIV. reagierte am Montag mit den Worten: "Ich fürchte weder die Trump-Regierung noch das offene Aussprechen der Botschaft des Evangeliums." Die US-Bischofskonferenz verurteilte die Verbalattacke auf den Pontifex, weitere Bischöfe forderten eine Entschuldigung. Diese lehnte Trump ab und löschte das Bild aus den sozialen Medien. (mtr)
