Bischof Oster: Bemühe mich, andere Meinungen zu verstehen

Eine verbale Abrüstung in Kirche, Gesellschaft, Medien und politischen Debatten wünscht sich Passaus Bischof Stefan Oster. "Ich will immer erstmal verstehen: Was meint der andere in seiner Andersheit? Wo kommt er her? Welche Fragen, Probleme, Verletzungen, Freuden hat er oder sie?", sagte er am Freitag im "Deutschlandfunk". So könne man den Hintergrund des ein oder anderen scharfen Tons verstehen und vielleicht auch entschärfen.
Auch bei den Differenzen zwischen vielen deutschen Bischöfen und dem Vatikan in Reformfragen bemühe er sich wohlwollend darum, die Haltung des jeweils anderen zu verstehen. Das gelte vor allem bei Positionen, die sich von seiner eigenen unterscheiden. "Das heißt, nicht auf den anderen draufhauen, sondern im Gespräch bleiben. Das ist mir wichtig."
Oster: Muss mich bei Sport disziplinieren
Neben seinem Gebetsleben ist es vor allem der Sport, bei dem sich Oster nach eigener Aussage disziplinieren muss. Er habe einen Crosstrainer bei sich stehen und benutze diesen "mehr oder weniger regelmäßig", sagte der deutsche Sportbischof.
In vollgepackten Wochen könne der Sport schon mal hintenüberfallen, räumte der Oberhirte von Passau ein. "Aber sonst versuche ich, regelmäßig darauf zu gehen." Außerdem müsse er Rückengymnastik machen – "damit meine älterwerdenden Knochen einigermaßen gelenkig bleiben", so der 61-Jährige. "Das tue ich dann auch." (tmg/KNA)