Mehr als nur Rom: Die katholischen Ostkirchen
Aufgekreuzt - 28.10.2024 (00:31:27)

Mehr als nur Rom: Die katholischen Ostkirchen

Mehr als 20 katholische Ostkirchen gehören zur Weite der Kirche. Sie erkennen den Papst an und stehen in Gemeinschaft mit der lateinischen Kirche und untereinander. In der neuen Folge des Podcasts "Aufgekreuzt" spricht Host Roland Müller mit dem Journalisten und Ostkirchen-Experten Felix Neumann darüber, was die katholischen Ostkirchen charakterisiert und welche Bedeutung sie für die Ökumene mit der Orthodoxie haben können. Außerdem hat er Privatdozent Andriy Mykhaleyko zu Gast im Podcast, der selbst Priester der Ukrainischen Griechisch-katholischen Kirche ist und als ausgewiesener Kenner der Ostkirchen gilt.
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Willibrord

Willibrord

Winfried Bonifatius, der "Apostel der Deutschen", hatte einen berühmten Vorgänger: Willibrord (um 658-739). Sein zum Christentum konvertierter Vater übergab ihn zur Erziehung einem Benediktinerkloster in Northumbrien (heute Vereinigtes Königreich). Später wurde Willibrord selbst Mönch und brach als Wandermissionar nach Friesland auf. Anders als viele Glaubensboten seiner Zeit ging er dabei sehr organisiert vor: Zunächst ließ er sich von dem politischen Herrscher, dem fränkischen Hausmeier Pippin, ein Missionsgebiet zuweisen. Anschließend holte er sich von Papst Sergius I. die kirchliche Bestätigung für seine Arbeit. 695 wurde Willibrord offiziell zum Erzbischof von Friesen ernannt. Seine Bischofskirche ließ er in Utrecht bauen. Willibrord pflegte enge Kontakte zu fränkischen Adelsfamilien, mit deren Hilfe er das Kloster Echternach als Missionszentrum gründete. Doch die Nähe zur Politik hatte auch Schattenseiten: Als nach dem Tod Pippins 714 innerfränkische Machtkämpfe ausbrachen, kam Willibrords Glaubensverkündigung zum Erliegen. Erst fünf Jahre später konnte er seine Mission fortsetzen. Der "Apostel der Friesen" starb am 7. November 739 in seiner Klostergründung Echternach.

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Mitglieder der traditionalistischen Piusbruderschaft bei einem Gottesdienst.

Traditionalisten

Lange spielten sie in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle. Doch als Papst Benedikt XVI. die Messe nach tridentinischem Ritus 2007 wieder erlaubte, fanden auch sie wieder mehr Beachtung: die Traditionalisten. Die bekanntesten unter ihnen sind die Piusbrüder.
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Weltweiter synodaler Prozess

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Papst Franziskus hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. In mehreren Stufen von den Pfarreien über die Diözesen und die Bischofskonferenzen bis zum Vatikan sollten die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, welche Reformen die Kirche braucht. Bei der Bischofssynode "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission" beraten in zwei Sitzungen im Herbst 2023 und im Herbst 2024 die Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien über die Eingaben des Prozesses. Bei dieser Synode dürfen zum ersten Mal auch Frauen abstimmen.
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Der Synodale Weg der Kirche in Deutschland

Wie geht es nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland weiter? Bei der Frühjahrs-Vollversammlung 2019 in Lingen beschlossen die deutschen Bischöfe einen Synodalen Weg. Gemeinsam mit allen Gläubigen wollen sie Reformen anstoßen. Die Themen: Machtmissbrauch, Sexualmoral, Zölibat und die Rolle der Frau.