Kalenderblatt

Johannes Leonardi

Bei allem Erfolg vergaß Johannes Leonardi (1541-1609) nie, wo er herkam. Der Sohn einer toskanischen Bauernfamilie wuchs in einfachen Verhältnissen auf und lernte zunächst den Beruf des Apothekergehilfen. Seine Erfahrungen bei dieser Arbeit prägten Johannes auch nach seiner Priesterweihe im Jahr 1573: Seine besondere Fürsorge galt den Armen und Kranken. Kurz darauf gründete er die "Bruderschaft der christlichen Lehre" zur Jugendbildung und die "Kongregation reformierter Priester" (heute "Regularkleriker der Mutter Gottes") für die Armenseelsorge. Johannes verstand klar, dass der sich auch in Italien ausbreitenden Reformation nicht mit leeren Kanzelphrasen zu begegnen war. Doch die Ablehnung seiner Arbeit war so heftig, dass Johannes nach Rom ausweichen musste. Dort folgte er seiner Berufung mit vollem Eifer weiter: Er gründete das Missionskollegium Urbania und förderte Bildungs- und Krankeneinrichtungen. Papst Clemens VIII. wurde auf das Talent des engagierten Priesters aufmerksam und beauftragte ihn mit der Reform gleich mehrerer Kongregationen. Johannes starb am 9. Oktober 1609 in Rom. Papst Pius XI. sprach ihn 1938 heilig und ernannte ihn zum Patron der Apotheker.

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Papst Leo XIV. winkt lächelnd im September 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan.

Papst Leo XIV.

Seit dem 8. Mai 2025 ist Robert Francis Prevost der 267. Bischof von Rom. Der US-Amerikaner gab sich den Namen Leo XIV. Auf dieser Themenseite bündelt katholisch.de die Berichterstattung über das amtierende Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
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Missbrauch

Missbrauch

2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.
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Weltweiter synodaler Prozess

Weltweiter synodaler Prozess

Papst Franziskus hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. In mehreren Stufen von den Pfarreien über die Diözesen und die Bischofskonferenzen bis zum Vatikan sollten die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, welche Reformen die Kirche braucht. Bei der Bischofssynode "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission" beraten in zwei Sitzungen im Herbst 2023 und im Herbst 2024 die Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien über die Eingaben des Prozesses. Bei dieser Synode dürfen zum ersten Mal auch Frauen abstimmen.