Renovabis warnt mit Pfingstaktion vor gesellschaftlicher Spaltung
Das katholische Osteuropa-Hilfswerk Renovabis stellt das Thema gesellschaftliche Spaltungen in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Pfingstaktion. Wie das Hilfswerk am Donnerstag in Freising mitteilte, lautet das Motto: "zusammen_wachsen. damit Europa menschlich bleibt".
Renovabis-Bischof Heiner Koch betonte, Vertrauen, Gemeinschaft und Zukunft könnten nur aus einem achtsamen und respektvollen Miteinander entstehen. "Dafür müssen wir uns täglich einsetzen", so der Berliner Erzbischof. In seiner Pfingstaktion rückt Renovabis daher in diesem Jahr Projekte in den Mittelpunkt, die sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.
In vielen Partnerländern beobachtet das Hilfswerk besorgniserregende Entwicklungen, wie Renovabis-Leiter Thomas Schwartz erklärte: "Polarisierung, Chancenungleichheit und Populismus beschädigen das Vertrauen in demokratische Institutionen." Gleichzeitig verunsicherten Herausforderungen wie Migration und Globalisierung viele Menschen in den Ländern Osteuropas, aber auch in Deutschland.
Aktionsgottesdienste im Mai
Mit seiner Pfingstaktion lädt Renovabis dazu ein, das ermutigende Engagement von Menschen im Osten Europas in Gottesdiensten und in der Gemeindearbeit aufzugreifen und durch Spenden mitzutragen. Als Beispiel für diesen Einsatz zeigt das Aktionsplakat eine junge Mutter aus Bergkarabach, die mit ihren beiden Töchtern vor aserbaidschanischen Truppen fliehen musste. Im Integrationsprojekt eines Renovabis-Partners in Armenien findet sie Unterstützung bei der Wohnungs- und Jobsuche sowie Anschluss in Tanz- und Malkursen.
Dieses und weitere von Renovabis unterstützte Projekte, wie etwa in der Ukraine, werden bei der Eröffnung der Renovabis-Pfingstaktion am 10. Mai in Augsburg vorgestellt. Die Aktion endet am Pfingstsonntag (24. Mai) mit einem im ZDF übertragenen Gottesdienst aus Kaufbeuren (Bistum Augsburg). An diesem Tag ist die Kollekte in allen katholischen Kirchen in Deutschland für Renovabis bestimmt. (KNA)
