Vor vier Jahren Angriff Russlands

Friedensapelle von Erzbischof Heße und Papst Leo XIV. für die Ukraine

Veröffentlicht am 22.02.2026 um 15:10 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt/Hamburg ‐ Seit vier Jahren überzieht Russland die Ukraine mit Krieg. Papst Leo XIV. leidet mit den Opfern und fordert Frieden. Auch aus Deutschland kommt eine Mahnung zur Solidarität – und ein Appell an die Menschen hierzulande.

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Zum vierten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffs auf die Ukraine hat Papst Leo XIV. am Sonntag ein sofortiges Ende des Krieges gefordert. Beim Mittagsgebet auf dem Petersplatz formulierte er einen Friedensappell und rief: "Wie viele Opfer, wie viele zerstörte Leben und Familien! Wie viel Zerstörung, wie viel Leid!"

Der Krieg ziehe eine Spur des Todes, der Zerstörung und der Schmerzen hinter sich, die Generationen prägen werde. Deshalb könne der Frieden "nicht weiter aufgeschoben werden", nötig seien "verantwortliche Entscheidungen", so der Papst vor Zehntausenden Pilgern auf dem Petersplatz. "Die Waffen sollen schweigen, die Bombardierungen aufhören!"

Um zum Frieden zu gelangen, müsse "ohne Verzögerung" ein Waffenstillstand angestrebt werden. Ferner sei eine "Stärkung des Dialogs" nötig, um einen Weg zum Frieden zu finden. Die Christen in aller Welt rief der Papst abschließend zum Gebet auf "für das gequälte ukrainische Volk und für alle, die unter diesem Krieg leiden".

Aufruf zu Solidarität

Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße rief zu Solidarität mit den Menschen in der Ukraine auf. "Mittlerweile gehört es zu unserem Alltag dazu, die schrecklichen Bilder zu sehen, Nachrichten von Angriffen mit Toten und Verletzten zu lesen. Aber wir dürfen uns an diesen Krieg nicht gewöhnen", sagte Heße, der auch Flüchtlingsbischof der Deutschen Bischofskonferenz ist, kurz vor dem vierten Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine.

Zugleich würdigte Heße das Engagement von Pfarreien, Verbänden und Einzelpersonen zugunsten von Notleidenden in der Ukraine und Geflüchteten in Deutschland. Der Erzbischof lud alle Katholiken dazu ein, in diesen Tagen besonders an die Menschen in der Ukraine zu denken und für sie zu beten: "Für die Getöteten und Verletzten, für die Trauernden, für die Verantwortlichen in Politik und Diplomatie und für alle, die sich für Verständigung und Frieden einsetzen."

Am 24. Februar 2022 begann Russland seinen Angriff auf die Ukraine. Die Feindseligkeiten hatten bereits 2014 mit der Besetzung der Krim begonnen. (cph/KNA)