Tausende Pilger zur Reliquienverehrung in Assisi
Tausende Menschen sind am Sonntag nach Assisi gekommen, um als Erste die Reliquien des Heiligen Franziskus (gestorben 1226) zu sehen und zu verehren. Schon in den Morgenstunden bildete sich ein breiter Pilgerstrom, der sich langsam in die Basilika San Francesco bewegte. Dort sind in der Unterkirche vor dem Hauptaltar die Knochen des Heiligen in einem durchsichtigen Sarg aufgebahrt.
Am Vortag hatten Franziskanermönche den Sarg in einer feierlichen Prozession von der Krypta in die Basilika gebracht. Der durchsichtige Sarg ist normalerweise in einem Steinsarkophag verborgen. Die öffentliche Ausstellung und Verehrung aus Anlass des 800. Todestags dauert noch bis zum 22. März.
Wegen des großen Pilgerandrangs können die Menschen nur wenige Augenblicke vor den Reliquien verharren. Manche von ihnen berühren den durchsichtigen Sarg mit der Hand und bekreuzigen sich dann.
Täglich 15.000 Besucher
Nach Angaben der Veranstalter werden in den kommenden vier Wochen täglich rund 15.000 Besucher erwartet. Etwa 200 Medienschaffende sind akkreditiert, um über das Ereignis zu berichten, 400 freiwillige Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf.
Während Tausende Pilger in der Unterkirche einen Blick auf die Reliquien zu werfen versuchten, feierte am Sonntagvormittag zeitgleich der spanische Kurienkardinal Ángel Fernández Artime in der Oberkirche der Basilika den Sonntagsgottesdienst. In seiner Predigt betonte er die Verbindung zwischen der Reliquienausstellung in Assisi und der am Aschermittwoch begonnenen Fastenzeit als Gelegenheiten zur Besinnung auf das Wesentliche. (KNA)
