Mit italienischer Botschaft ausgeflogen

Kardinal von Teheran nach Rom evakuiert

Veröffentlicht am 09.03.2026 um 15:00 Uhr – Lesedauer: 

Rom ‐ Nach Sorge und ersten Lebenszeichen kommt Entwarnung: Kardinal Dominique Mathieu, der Erzbischof von Teheran, wurde nach Rom ausgeflogen. Jetzt ist er in Sicherheit – und hofft, bald zurückzukönnen.

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Der Erzbischof von Teheran-Isfahan konnte sich nach Rom in Sicherheit bringen. Gegenüber dem belgischen Onlineportal "CathoBel" bestätigte Kardinal Dominique Mathieu am Montag, dass er zusammen mit dem gesamten Personal der italienischen Botschaft evakuiert worden sei. "Ich bin gestern in Rom angekommen, nicht ohne Bedauern und Trauer um unsere Brüder und Schwestern im Iran, im Rahmen der vollständigen Evakuierung der italienischen Botschaft, dem Sitz der Erzdiözese." Er hoffe darauf, bald zurückkehren zu können, und bittet um Gebete dafür.

Kardinal Mathieu werde nun verschiedenen Dikasterien der Kurie Bericht über die Lage der Christen im Iran erstatten. Wie es um den gebürtigen Belgier steht, war nach Beginn des Angriffs der USA und Israels auf den Iran Ende Februar mehrere Tage unklar. Erst am Donnerstag konnte sein Orden, die Franziskaner-Minoriten, Entwarnung geben und mitteilen, dass Kontakt zu Mathieu bestehe.

Von den etwa 20.000 katholischen Christen im Iran gehören 6.300 zur lateinischen Erzdiözese Teheran-Isfahan, die restlichen gehören zur chaldäischen und zur armenisch-katholischen Kirche. Der Franziskaner-Minorit Mathieu ist seit 2021 Erzbischof der einzigen lateinischen Diözese des Landes. Zuvor war er in der Leitung seines Ordens tätig. 2024 wurde er zum Kardinal erhoben. (fxn)