Mit 77 Jahren

Papst Leo XIV. nimmt Rücktritt von Kardinal Sako an

Veröffentlicht am 10.03.2026 um 13:01 Uhr – Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ Als Patriarch von Bagdad war Kardinal Louis Raphaël Sako eine der wichtigsten christlichen Stimmen im Nahen Osten. Nun hat Papst Leo XIV. den Rücktritt des 77-Jährigen angenommen.

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Der Patriarch von Bagdad, Kardinal Louis Raphaël Sako, geht in den Ruhestand. Papst Leo XIV. nahm den Rücktritt des 77-Jährigen am Dienstag an, wie der Vatikan mitteilte. Der Iraker leitete seit 2013 als Patriarch die chaldäisch-katholische Kirche, eine mit Rom verbundene Ostkirche, die weit zurück in die Anfänge des Christentums reicht. Sie hat rund eine halbe Million Mitglieder.

Ihr Zentrum liegt im heutigen Irak, der Sitz des "Patriarchen von Babylon" ist die Hauptstadt Bagdad. Seine Hauptaufgabe ist es, das Überleben der christlichen Minderheit in dem Land zu sichern.

Seit 1986 wirkte Sako in Mossul als Gemeindepfarrer, leitete seit 1997 das Priesterseminar in Bagdad, bis er 2002 zum Erzbischof von Kirkuk gewählt wurde. 2018 erhob ihn Papst Franziskus zum Kardinal. Als Patriarch einer mit Rom verbundenen Ostkirche steht er damit automatisch im Rang eines Kardinalbischofs, der höchsten Klasse im Kardinalskollegium. Seit 2022 ist Sako Mitglied des vatikanischen Wirtschaftsrates. (KNA)