Leo XIV. bestärkt Katholiken in China
Papst Leo XIV. hat seine Nähe zu den Katholiken in China zum Ausdruck gebracht. Am Pfingstsonntag rief er auf dem Petersplatz zu einem gemeinsamen Gebet mit ihnen auf – als Zeichen der Zuneigung und ihrer Gemeinschaft mit der Weltkirche und dem Papst. Das Kirchenoberhaupt bat um "die Gnade der Einheit" unter Chinas Katholiken.
Rund zehn Millionen der knapp 1,4 Milliarden Einwohner der Volksrepublik China sind laut Expertenschätzungen Katholiken; die Behörden verzeichnen jedoch offiziell lediglich gut sechs Millionen. Eine große Besonderheit des chinesischen Katholizismus ist die Teilung in zwei Gruppierungen. Neben einer regimenahen und staatlich zugelassenen "Patriotischen Vereinigung" gibt es die sogenannte Untergrundkirche in Gemeinschaft mit dem Vatikan.
Zwischen Peking und dem Heiligen Stuhl bestehen keine offiziellen diplomatischen Beziehungen. Seit 2018 existiert jedoch ein Abkommen, das die Ernennung von Bischöfen regelt. Seit 2007 begeht die katholische Kirche jährlich am 24. Mai einen Gebetstag für die Kirche in China. Der von Papst Benedikt XVI. (2005–2013) eingeführte Tag fällt auf das Fest "Maria, Hilfe der Christen" und ist eng mit dem größten chinesischen Marienheiligtum, Unserer Lieben Frau von Sheshan, verbunden. (stz/KNA)
