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Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst galt zunächst als freundlich und kluger Kopf

Wie konnte es so weit kommen?

Lange Zeit wollte Franz-Peter Tebartz-van Elst (54) zurück auf den Limburger Bischofsstuhl. Dann aber kam es doch anders. Papst Franziskus nahm den Amtsverzicht am Mittwoch an. Dass Tebartz-van Elst, dem eine mutmaßliche Mehrheit der Katholiken in seinem Bistum schon längst das Vertrauen aufgekündigt hatte, sich um des Bistums willen nicht schon früher dazu durchringen konnte, auf sein Bischofsamt zu verzichten, hielten viele der Tebartz-Kritiker für kaum nachvollziehbar.
Tebartz-van Elst blickt an die Decke.
Nach einem Gespräch mit Franziskus räumt der frühere Limburger Bischof Fehler ein

Tebartz bittet um Vergebung

Nach einem Gespräch mit Papst Franziskus am Freitagmorgen hat der zurückgetretene Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst Fehler eingeräumt und um Vergebung gebeten. "Während meiner Amtsführung als Bischof von Limburg ist bei vielen Katholiken und in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden, dass ich den Dienst für die Diözese und an der Einheit der Kirche dadurch vernachlässigt hätte, dass ich eigene Ziele und Interessen in den Vordergrund gestellt und ohne Abstimmung durchgesetzt hätte", heißt es in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung des Bischofs.
Bunte Zettel auf denen Fragezeichen abgebildet sind.
katholisch.de erklärt, wie eine Übergansleitung in einer Diözese funktiniert

Was ist ein Administrator?

Normalerweise folgen in Bistümern Bischöfe nicht direkt aufeinander. Wie beim Tod oder Rücktritt des Papstes kommt es zu einer Zeit der Sedisvakanz, wörtlich übersetzt einer Zeit des "unbesetzten (Bischofs-) Stuhls". In dieser Zwischenzeit muss das Bistum weiter geleitet werden. Der übliche, im Kirchenrecht beschriebene Fall ist die rasche Wahl eines sogenannten Diözesanadministrators.
Die Sonne geht am 21.10.2013 in Limburg (Hessen) hinter dem Dom der Stadt unter.
Kirchenrechtlicher Georg Bier über den Rücktritt Tebartz-van Elsts und mögliche Folgen

"Gesamtsituation war entscheidend"

Auch wenn der Rücktritt von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst für viele nicht mehr überraschend kam, so waren die Vorgänge in Limburg und der daraus gewachsene Skandal doch ein Novum für die katholische Kirche in Deutschland. Welche Folgen die Entscheidung des Papstes zu Tebartz-van Elst haben kann und wie die Zukunft in Limburg aussehen könnte, erläutert Georg Bier, Professor für Kirchenrecht an der Universität Freiburg, im katholisch.de-Interview.
Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst im Blickpunkt der Medien.
Katholiken debattieren über den Einfluss der Medien im Fall Tebartz-van Elst

Öffentlichkeit nicht schuld

Dass der ehemalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst schwere Fehler begangen hat, bezweifelt mittlerweile kaum noch jemand. Dennoch wird weiterdiskutiert: über Vertrauen und Verantwortung, über Strukturen der Kirche und die Schuld Einzelner, über die Rolle der Medien und die Erklärung des Papstes. Und auch die Limburger Staatsanwaltschaft meldet sich nach dem Erscheinen des Prüfberichts zu Wort.
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Der frühere Limburger Bischof nimmt Stellung zum Prüfbericht

Vorwürfe zurückgewiesen

Der zurückgetretene Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, hat dem von der Bischofskonferenz in Auftrag gegebenen Prüfbericht in mehreren Teilen widersprochen. In einer am Mittwochabend veröffentlichten Stellungnahme wies er insbesondere den Vorwurf zurück, er habe dem vom Vatikan entsandten Kurienkardinal Giovanni Lajolo die wahre Summe der Baukosten verschwiegen. Einen Teil der Verantwortung für das Finanzgebaren schob Tebartz-van Elst seinem damaligen Generalvikar Franz Kaspar zu.
Kaum Mitleid mit Tebartz-van Elst
Die Stimmung in der Limburger Altstadt nach dem Rücktritt von Tebartz-van Elst

Kaum Mitleid mit Tebartz-van Elst

Was ist denn los mit dem Limburger Bischof? Das ZDF hat uns auch schon nach ihm gefragt", wundert sich eine kleine Gruppe von Frauen mittleren Alters aus dem Westerwald. Die Information, dass Papst Franziskus an diesem meist sonnigen, aber kühlen Mittwochnachmittag den Amtsverzicht von Franz-Peter Tebartz-van Elst angenommen hat, ist noch nicht zu allen in der Limburger Altstadt durchgedrungen.
Das Bild zeigt den von Säulen umgebenen Innenhof des Diözesanen Zentrum in Limburg. Im Hintergrund heben sich die Türme des Doms ab.
Vertreter aus Kirche und Verbänden zur Limburger Papst-Entscheidung

"Erleichtert über die Entscheidung"

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, zeigt sich erleichtert über die Entscheidung des Papstes zum Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. "Es ist gut, dass der Papst heute eine Entscheidung herbeigeführt hat, die für das Bistum Limburg eine Zeit der Unsicherheit beendet und einen Aufbruch und Neubeginn möglich macht", sagte Marx am Mittwoch in Berlin. Auch weitere Vertreter aus Kirche und Verbänden begrüßen das Vorgehen von Franziskus.
Er kehrt nicht zurück
Papst hat Rücktrittsgesuch Tebartz-van Elsts angenommen

Er kehrt nicht zurück

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst wird nicht nach Limburg zurückkehren. Papst Franziskus hat den Amtsverzicht des 54-Jährigen angenommen, wie der Vatikan am Mittwoch mitteilte. In der Diözese Limburg sei es zu einer Situation gekommen, in der eine fruchtbare Ausübung des bischöflichen Amtes durch Tebartz-van Elst verhindert werde, heißt es zur Begründung. Apostolischer Administrator wird der Paderborner Weihbischof Manfred Grothe.
Tebartz-van Elst blickt an die Decke.
Katholisch.de beantwortet wichtige Fragen zur Krise im Bistum Limburg

Warten auf den Prüfbericht

Seit einem halben Jahr kommen das Bistum Limburg und sein Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst nicht aus den Schlagzeilen heraus. Derzeit warten Kirche und Öffentlichkeit gespannt auf das Ergebnis der Expertenkommission, die in den vergangenen Monaten die Kostenexplosion rund um den neuen Limburger Bischofssitz untersucht hat. Im Vorfeld beantwortet katholisch.de wichtige Fragen zur Causa Limburg.
"Vergiftet" und "zerrüttet"
Im Bistum Limburg gibt es viele Meinungen zu Tebartz-van Elst

"Vergiftet" und "zerrüttet"

Michael Schmitt, Sprecher der unlängst ins Leben gerufenen Initiative "Una-Sancta-Catholica - Laien für Bischof und Kirche von Limburg", gibt sich keinen Illusionen hin: Die Masse der praktizierenden Katholiken im Bistum Limburg - von den anderen gar nicht zu reden - sei so beeindruckt von der "Medienkampagne" gegen Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst, "dass sie mitschwimmt". Das gelte auch für die Pfarrer und Pastoralreferenten. Leute, die für den Bischof seien, fühlten sich in ihren jeweiligen Gemeinden isoliert.
Im Dunkeln gelassen?
Der Limburger Bischof Tebartz-van Elst sieht sich neuen Vorwürfen ausgesetzt

Im Dunkeln gelassen?

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist im Zuge der Untersuchung des Skandals um den Bau seines Bischofssitzes schwer belastet worden. In der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) warf Jochen Riebel, Mitglied im Vermögensverwaltungsrat des Bistums, dem Bischof vor, die wahren Kosten von rund 31 Millionen Euro für das Bauprojekt zwar gekannt, dem Rat jedoch verschwiegen zu haben.
Generalvikar Wolfgang Rösch.
Wolfgang Rösch ist seit 100 Tage Generalvikar in Limburg

"Angstfrei agieren"

Der Generalvikar ist meist nur der "zweite Mann". Als Verwalter des Bistums erfüllt er zwar wichtige Aufgaben. Die Aufmerksamkeit der Medien erhält jedoch normal ein anderer: der Diözesanbischof. In Limburg ist das aktuell jedoch anders. Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst hält sich auf Verordnung von Papst Franziskus für unbestimmte Zeit außerhalb der Diözese auf. Sein Vertreter, Generalvikar Wolfgang Rösch, steht dadurch im Fokus. Heute ist er 100 Tage im Amt.
Ein Himmel mit Wolken, links im Bild der Limburger Dom
Limburger Generalvikar: Tebartz-van Elst möchte zurückkehren

"Rom wird gut entscheiden"

Eine Entscheidung über die Zukunft des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst wird es erst "weit über Januar hinaus" geben. Das sagte der vom Vatikan eingesetzte Generalvikar für das Bistum, Wolfgang Rösch, bei einem Diskussionsabend am Donnerstag in Bad Homburg. Er hatte Anfang der Woche Gespräche mit der römischen Kurie im Vatikan geführt. Dort, so Rösch, gebe es ein Ringen um die Interpretation dessen, was in Limburg passiere.
Zum Abschluss des Kreuzfestes im Bistum Limburg fand im Innenhof einer Mädchenschule in Königstein ein Pontifikalamt mit Bischof Tebartz-van Elst und Kurienkardinal Lajolo statt.
Geldauflage in Höhe von 20.000 Euro

Verfahren eingestellt - Vorwürfe eingeräumt

Das Strafverfahren gegen den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst ist vorläufig eingestellt. Wie das zuständige Hamburger Amtsgericht am Montag mitteilte, erfolgte dieser Schritt mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft. Deren Sprecherin Nana Frombach sagte auf Anfrage, Tebartz-van Elst habe gegenüber dem Amtsgericht die Vorwürfe eingeräumt. Dieses Geständnis senke den Schuldvorwurf und habe die Behörde zu einer Neubewertung des Falls veranlasst.
Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.
Bischof Tebartz-van Elst äußerst sich zur Situation in seiner Diözese

"Wieder zusammenfinden"

Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst geht offenbar von seiner Rückkehr in das Bistum Limburg aus. Dies geht aus einem Gespräch hervor, dass Tebartz-van Elst mit dem "Vatican Magazin" geführt hat. Er setze darauf, dass "im Bistum Limburg auch unversöhnlich scheinende Positionen wieder zusammenfinden mögen", so der Bischof in der aktuellen Ausgabe des Magazins, die am Mittwoch erscheint. Geführt wurde das Gespräch zwischen Tebartz-van Elst und dem Journalisten Paul Badde bereits Mitte Oktober während des Aufenthalts des Bischofs in Rom.
Wolfgang Rösch vor einem Kreuz in der Aula des Priesterseminars.
Generalvikar Wolfgang Rösch will Vertrauen aufbauen und gestalten

Zurück zur Normalität

Auf ihm ruhen nicht wenige Hoffnungen im Bistum Limburg. Quasi über Nacht ist Wolfgang Rösch Generalvikar der Diözese geworden – mehr als zwei Monate früher als eigentlich geplant. Nun soll er, da Papst Franziskus Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst eine Auszeit verordnet hat, die Geschicke im Bistum leiten. Wie er das tun möchte, erläuterte er am Mittwoch im Limburger Priesterseminar. Dorthin hatte das Bistum zur Pressekonferenz geladen.
Links im Bild eine große Mauer, rechts der Limburger Dom.
Positive Reaktionen auf Entscheidung Papst Franziskus zu Tebartz-van Elst

Rückkehr unmöglich?

Lange war die Entscheidung aus Rom erwartet worden, heute wurde bekannt: Papst Franziskus lässt den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zwar im Amt, verordnet ihm aber eine Auszeit. Die kirchlichen Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Sie sind einhellig: Seien es die Deutsche Bischofskonferenz, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) oder Vertreter des Bistums: Alle begrüßen das Urteil des Papstes.
Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst.
Papst hat Bischof Tebartz-van Elst zu einer Aussprache empfangen

Eine "ermutigende Begegnung"

Papst Franziskus hat am Montagmittag Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zu einer Aussprache empfangen. Nach Angaben des Vatikan hat das Gespräch rund 20 Minuten gedauert. Der Bischof sei dankbar für die "sehr ermutigende Begegnung" mit dem Papst, sagte ein Bistumssprecher nach dem Treffen. Ebenso sprach Franziskus mit dem Kölner Kardinal Joachim Meisner. Über den Inhalt beider Begegnungen wurde im Vatikan, wie bei Privataudienzen üblich, nichts mitgeteilt.