Kardinal: Krakauer Kirche soll "vom Dunkel ins Licht" gehen
Dass die "Krakauer Kirche vom Dunkel ins Licht" schreiten möge, wünscht sich der vatikanische Synoden-Generalsekretär Kardinal Mario Grech beim Eröffnungsgottesdienst der Pastoralsynode. Die Synode solle noch bis Oktober 2027 laufen, berichtete das polnische Portal "deon.pl" am Montag. Das Ziel der Synode ist laut Dekret, das von Papst Franziskus (2013–2025) gebilligte und als Lehrdokument anerkannte Weltsynoden-Abschlussdokument im Leben der Krakauer Kirche anzunehmen und umzusetzen. Besonderer Fokus lege man dabei auf die Ebene der Pfarreien.
Die Pastoralsynode des Krakauer Erzbistums soll sich laut Grech die Frage stellen, wie Gott heute wirke und in welche Richtung die Kirche gehe. "Es geht nicht nur darum, sich an Gottes vergangenes Wirken zu erinnern, sondern die Synode dient auch dazu, Gottes Wirken zu hören und zu sehen und Hoffnung auf all das zu haben, was Gott in Zukunft tun wird", so Grech beim Eröffnungsgottesdienst in Krakau.
Prozess ist in Umsetzungsphase
Zudem hatte die Bistumsleitung unter Kardinal Grzegorz Ryś den Vertretern der Pfarreien das 2024 veröffentlichte Abschlussdokument der Weltsynode überreicht. Das Papier solle als Grundlage für die Arbeit der Synodenteams fungieren. Ebenso hatte Ryś die Einrichtung eines Synodensekretariats bekannt gegeben. Der Krakauer Erzbischof hatte in Vergangenheit mehrfach das Schlussdokument der Weltsynode gelobt und die Synodalität als konstituierendes Merkmal der Kirche bezeichnet.
Nach dem Abschluss der zweiten Sitzungsperiode der Weltsynode befindet sich der Prozess gegenwärtig in der Umsetzungsphase. Bis Dezember 2026 sind die Ortskirchen aufgerufen, die Eingaben aus dem Abschlussdokument umzusetzen. Zum Abschluss des weltweiten synodalen Prozesses soll es im Oktober 2028 eine Kirchenversammlung im Vatikan geben. Das Abschlussdokument hatte die Diözesansynode als Einrichtung hervorgehoben und deren regelmäßige Abhaltung empfohlen. (mtr)
