"Verantwortung gegenüber der kirchlichen Mission"

Missbrauchsvorwürfe: Generalsekretär der peruanischen Bischöfe tritt zurück

Veröffentlicht am 10.04.2026 um 13:39 Uhr – Lesedauer: 

Lima ‐ Der Generalsekretär der peruanischen Bischofskonferenz sieht sich mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert. Der Bischof weist die Anschuldigungen zurück – sein Amt gibt er aber auf.

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Angesichts von Missbrauchsvorwürfen gegen ihn ist der Generalsekretär der peruanischen Bischofskonferenz (CEP), Bischof Antonio Santarsiero Rosa von seinem Amt zurückgetreten. In einer von ihrem Vorsitzenden, Bischof Carlos Enrique García Camander, unterzeichneten Erklärung vom Donnerstag heißt es: "Monsignore Antonio Santasiero Rosa O.S.J. hat darum gebeten, von seinem Amt als Generalsekretär zurücktreten zu dürfen, um seiner Verantwortung gegenüber der kirchlichen Mission gerecht zu werden und sich der Aufdeckung der Wahrheit zu widmen."

Hintergrund sind Missbrauchsvorwürfe gegen Santasiero, die das spanischsprachige Portal "infovaticana" am Mittwoch veröffentlichte. Dem Bischof von Huacho werden demnach sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Dem Medium gegenüber betonte Santasiero, er habe keine offizielle Benachrichtigung über die Anschuldigungen erhalten und weise sie kategorisch zurück. Seinen Rücktritt als Bischof hat der 74-Jährige dem Portal "Religión Digital" zufolge bislang nicht eingereicht.

Potenziell Betroffene können sich melden

Der Präsident der Bischofskonferenz, Camander, betonte in seiner Erklärung, dass alle Anstrengungen unternommen worden seien, die gemeldeten Ereignisse aufzuklären und man dabei in Übereinstimmung mit den geltenden kirchenrechtlichen und zivilrechtlichen Gesetzen gehandelt habe.

Die Bischofskonferenz erinnerte mögliche Betroffene zudem an die kirchlichen Meldewege: "Die potenziell Betroffenen können sich gemäß den Bestimmungen des Motu proprio 'Vos estis lux mundi' an die eingerichteten Anlaufstellen wenden", heißt es. (cbr)