Benedikt XVI.: Großer Theologe – aber tragischer Papst?
Aufgekreuzt - 09.03.2026 (00:32:25)

Benedikt XVI.: Großer Theologe – aber tragischer Papst?

Nach dem Tod des emeritierten Papstes Benedikt XVI. tönten Rufe nach einer schnellen Heiligsprechung. Warum es aber auch tragische Seiten am Wirken von Benedikt XVI. gibt, bespricht Host Gabriele Höfling mit dem Wiener Dogmatiker Jan-Heiner Tück.
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Josef

Josef

In den Evangelien teilt Josef das Schicksal vieler biblischer Frauengestalten – er hat keine Sprechrolle. Und auch sonst erzählt die Bibel wenig über Josef: Johannes erwähnt ihn gar nicht und bei Markus tritt er nur im elterlichen Doppel mit Maria auf. Die Evangelisten Matthäus und Lukas zeichnen hingegen das Bild eines bemerkenswerten Mannes, der es nicht immer leicht hat: Josef wird als landloser Handwerker beschrieben, der "gerecht war" und seine schwangere Verlobte "nicht bloßstellen wollte'" (Mt 1,19). Um das Leben seines Adoptivkindes zu retten, floh er bis nach Ägypten (vgl. Mt 2,13ff). Als der zwölfjährige Jesus auf einer Pilgerfahrt einfach Reißaus nahm, suchte ihn der verzweifelte Josef "mit Schmerzen" (Lk 2,48). Später schmiss der Ziehsohn den väterlichen Beruf hin und wurde Wanderprediger (vgl. Lk 3,23) – für die meisten Eltern sicher keine Wunschvorstellung. Der Karrieresprung des Heiligen ließ lange auf sich warten: Erst 1479 erklärte Papst Sixtus IV. den 19. März zu Josefs offiziellem Festtag und bis zum 18. Jahrhundert musste Josef auf seine Aufnahme in die Allerheiligenlitanei warten. Seitdem aber ging es steil bergauf: Der Heilige gilt unter anderem als Patron der ganzen Kirche, zahlreicher Länder, der Handwerker – und natürlich der Familien.


Auf dem Foto sieht man den heiligen Josef. 

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