Plakat zum Weltfamilientreffen in Philadelphia.
Deutscher Teilnehmer Weihbischof Theising über Weltfamilientreffen in Philadelphia

"Positiver Impuls für die Synode"

Am Wochenende wird Papst Franziskus das katholische Weltfamilientreffen in Philadelphia besuchen. Der Münsteraner Weihbischof Theising ist mit einer deutschen Delegation bereits seit einigen Tagen dort. Im Interview mit katholisch.de spricht das Mitglied der Familienkommission der Deutschen Bischofskonferenz über das Treffen, die heutigen Herausforderungen für die Familie und die Synode im Vatikan.
Absage an eine "Alles-oder- Nichts-Moral"
Bischof Bode über die Vatikan-Umfrage und die Familiensynode

Absage an eine "Alles-oder- Nichts-Moral"

Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode ist einer von drei deutschen Bischöfen, die im Oktober zur Familiensynode in den Vatikan reisen. Dann haben sie auch die kritischen Antworten der Gläubigen auf den vatikanischen Fragebogen zu Familienthemen im Gepäck. Im Interview mit katholisch.de spricht Bode über die mitunter komplizierten Formulierungen des Fragebogens, und erläutert, warum sich die Kirche mit kategorischen Verurteilungen keinen Gefallen tut.
Ein Bischof in schwarzer Kleidung mit Kreuz und Bischofsring
Deutsche Katholiken kritisieren Fragebogen zur Familiensynode

Ein Schritt zurück?

Was sich bereits Ende vergangenen Jahres angedeutet hat, bewahrheitet sich nun. Ob Erfurt oder Berlin, Rottenburg-Stuttgart oder Essen: In den deutschen Bistümern wird Kritik am jüngsten Familienfragebogen des Vatikans laut. Die Fragen seien zu komplex, die Sprache theologisch überladen. Die Folge war eine deutlich geringere Beteiligung der Gläubigen als bei der ersten Umfrage. Dennoch haben die Diözesen die Antworten nun zusammengefasst.
Dem Volk aufs Maul schauen, aber wie?
Familienreferentin Claudia Leide im Interview über die neue Vatikan-Umfrage

Dem Volk aufs Maul schauen, aber wie?

Der Vatikan fragt vor der Familiensynode im Herbst wieder nach der Meinung der Gläubigen. Doch der Fragenkatalog ist komplex und die Sprache nicht immer einfach. Familienreferentin Claudia Leide hat ihn deshalb für die Katholiken im Bistum Dresden-Meißen überarbeitet. Dass das nicht ohne Probleme verlief, erzählt sie im Interview mit katholisch.de. Und auch inhaltlich hat Leide den ein oder anderen Kritikpunkt.
Um Antwort wird gebeten
Bischöfe starten Umfrage zur Familiensynode im Herbst

Um Antwort wird gebeten

Im Dezember hatte der Vatikan eine Umfrage zu Ehe und Familie gestartet, um die Weltkirche in die Vorbereitung der Ordentlichen Bischofssynode kommenden Herbst einzubeziehen. Am Dienstag teilte die Deutsche Bischofskonferenz mit, dass die 27 Diözesen den Fragebogen online stellen und so allen Gläubigen die Möglichkeit geben wollen, sich zu äußern. Einige Diözesen und allen voran der Familienbund der Katholiken, haben dies bereits getan. Denn die Zeit drängt: Mitte März brauchen die Bistümer die Antworten.
Ein Kopf mit Bischofsmütze wurde mit der Kamera schnell anvisiert, alle anderen Kopfbedeckungen von Bischöfen und Kardinälen sind verschwommen im Bild.
Bischofskonferenz veröffentlicht deutsche Übersetzung des Abschlussberichts

Synode zum Nachlesen

Mit einem zeitlichen Abstand von fast drei Wochen hat die Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag den offiziellen Abschlussbericht ("Relatio Synodi") der "Familiensynode" in Rom auf Deutsch veröffentlicht. Das 62 Absätze umfassende Dokument war bislang vom Vatikan lediglich in italienischer und in englischer Sprache veröffentlicht worden. Der Bericht liegt nun in deutscher Sprache auf der Internetseite der Bischofskonferenz www.dbk.de vor.
Man sieht Vater, Mutter und zwei Kinder.
Reaktionen aus Deutschland zu den Ergebnissen der Bischofssynode

Aufbruch oder Stillstand?

Die Bischofssynode im Vatikan ist am Sonntag zu Ende gegangen. Einig waren sich die Teilnehmer über die herausragende Bedeutung von Ehe und Familie, die es weiterhin zu schützen und zu betonen gilt. Kontrovers diskutiert wurde dagegen über Homosexualität und wiederverheiratete Geschiedene. Der Abschlussbericht der Bischöfe fiel dennoch weitaus zurückhaltender aus, als es das "Halbzeitergebnis" der Synode vermuten ließ. In Deutschland sind die Reaktionen daher unterschiedlich.
Petersplatz, Petersdom, Kuppel, Rom, Vatikan
Bei der Bischofssynode zeigten sich neue Allianzen

Treffen mit deutschem Akzent

Bei der am Sonntag beendeten Bischofssynode zum Thema Ehe und Familie spielten deutschsprachige Kardinäle eine herausgehobene Rolle. Da ist zunächst der emeritierte Kurienkardinal Walter Kasper (81). Seit Papst Franziskus den Schwaben vom Beginn seines Pontifikats an als besonders geschätzten Theologen benannt hatte, ist Kasper zu einer der zentralen Figuren im Ringen der katholischen Kirche um neue Positionen und Wege geworden.
Ein Scherenschnitt einer Familie
Noch bis Samstag tagt die Familiensynode im Vatikan - ob das Abschlussdokument bis dahin steht, ist fraglich

Stotternder Endspurt

Die Familiensynode nähert sich ihrem Ende, und somit steigt der Termindruck. Nun gab Vatikansprecher Federico Lombardi bekannt, dass der Abschlussbericht womöglich nicht wie geplant am Samstag veröffentlicht wird. Dies sei "unwahrscheinlich", sagte Lombardi am Donnerstagnachmittag bei einer Pressekonferenz. Die Erstellung eines "publizierbaren Textes" werde voraussichtlich mehr Zeit brauchen, so der Sprecher.
Ein Bischof in schwarzer Kleidung mit Kreuz und Bischofsring
Arbeitsgruppen fordern bei der Bischofssynode Verbesserungen

Vertiefen, erklären, verdeutlichen

Bei der Bischofssynode in Rom haben die in zehn Arbeitsgruppen aufgeteilten Synodenväter den am Montag vorgestellten "Zwischenbericht" kontrovers diskutiert. Am Ende ihrer Debatten beschlossen die Gruppen unabhängig voneinander zahlreiche Änderungsvorschläge, die nun in einem komplexen Redaktionsverfahren in einen Abschlusstext der Synode einfließen sollen. Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) dokumentiert einige Passagen aus den Berichten in eigener Übersetzung:
"Jesus hat kein Gesetzbuch geschrieben"
Synodenteilnehmer äußern sich zum Zwischenbericht

"Jesus hat kein Gesetzbuch geschrieben"

Im Zwischenbericht zur Familiensynode heißt es unter anderem, dass auch homosexuelle Partnerschaften sittlich wertvoll seien und wiederverheiratete Geschiedene unter bestimmten Voraussetzungen zur Kommunion zugelassen werden könnten. Die FAZ schrieb sogleich von einer "kleinen Sensation" im Vatikan. Nun melden sich die Synodenteilnehmer zu Wort, manche – wie der Münchener Kardinal Reinhard Marx – mit Lob, andere mit Kritik am Dokument.
Ganz klein sieht der Petersdom durch eine Glaskugel gesehen aus.
Warum so wenig über die Beratungen der Bischöfe nach außen dringt

Der erschwerte Blick

Transparenz und Effizienz waren die erklärten Vorgaben von Papst Franziskus und seines neuen Synodensekretärs Kardinal Lorenzo Baldisseri für die seit Montag in Rom tagende Bischofssynode : Die Spitzenvertreter der Weltkirche sollten in freier und offener Diskussion über das breite und schwierige Feld von Familie und Ehe diskutieren und der Kirche helfen, ihre Positionen zu klären und in einer verständlicheren Sprache in die Gesellschaft einzubringen.
Dunkle Wolken sind über dem Reichstag in Berlin zu sehen.
Was sich deutsche Politiker von der Bischofssynode erhoffen

"Signal der Öffnung"

Anerkennung für Homosexuelle und Wiederverheiratete oder lieber mehr Familienfreundlichkeit? Vier deutsche Politiker verraten, was sie sich von der Bischofssynode erhoffen. Für Wolfgang Thierse (SPD) ist klar, dass es keine schnelle Lösung geben kann. "Das ist zu ertragen", schreibt der ehemalige Bundestagspräsident im katholisch.de-Standpunkt. Für die Zeit-Beilage "Christ und Welt" verfassten Monika Grütters und Julia Klöckner (beide CDU) sowie Bodo Ramelow (Linke) Gastbeiträge zur Familiensynode.
Wahrheit und Barmherzigkeit
Die Weltbischofssynode hat ihre Beratungen aufgenommen

Wahrheit und Barmherzigkeit

Die Bischofssynode zu Ehe und Familie hat am Montag ihre Beratungen aufgenommen. In den kommenden zwei Wochen erörtern die Bischöfe, wie die katholische Kirche mit der veränderten Lebenswirklichkeit von Familien umgehen soll und wie diese besser unterstützt werden können. Damit das gelingt, forderte der Papst die Teilnehmer in seiner Eröffnungsansprache erneut auf, ihre Meinung deutlich zu äußern und einander "mit Demut" und "offenem Herzen" zuzuhören.
Foto von der Kuppel des Petersdoms auf den Petersplatz in Rom.
Kardinäle streiten über wiederverheiratete Geschiedene

"Krieg der Theologen"

In der katholischen Kirche passiert in diesen Tagen bislang Unvorstellbares: Kurz vor Beginn der Weltbischofssynode über die Familie tragen Kardinäle in aller Öffentlichkeit eine Debatte untereinander aus, die so offen, direkt und zuletzt sogar persönlich verletzend geführt wurde, dass sich Beobachter schon mit Blick auf die politische Bühne wähnten. Im Mittelpunkt des Streits steht eine Frage: Soll die katholische Kirche wiederverheirateten Geschiedenen den Empfang der Kommunion erlauben?
"Die fehlerlose Familie gibt es nicht"
Der neue Familienbischof Koch zur Bischofssynode und zu seinem Amt

"Die fehlerlose Familie gibt es nicht"

Der Bischof von Dresden-Meißen, Heiner Koch, ist neuer Vorsitzender der Kommission für Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz - als Nachfolger des ehemaligen Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst. Im Interview mit katholisch.de und der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) berichtet er von den Herausforderungen in der Ehe- und Familienpastoral und den Erwartungen an die Familiensynode im Vatikan.
Der Petersplatz am 12.03.12.
Fünf Kardinäle veröffentlichen ein Buch zu Wiederverheirateten

Frontenbildung vor Synode?

Nein zur Kommunion für Geschiedene. Fünf Kardinäle gegen eine Öffnung": So lautete am Mittwoch die Überschrift der Mailänder Tageszeitung "Corriere della Sera". Der zweiseitige Artikel bezieht sich auf ein Buch, das fünf römische Kardinäle wenige Tage vor der Bischofssynode zu Fragen der Familie veröffentlichen. Schon der Titel des Buches sage alles, heißt es im Artikel: "In der Wahrheit von Christus bleiben. Ehe und Kommunion in der katholischen Kirche".
Bischöfe und Kardinäle bei der Eröffnung der Bischofssynode 2012 in Rom.
Ulrich Ruh über die Familiensynode im Herbst

Nicht entscheiden, nur beraten

Die Denkschrift des belgischen Bischofs Johan Bonny im Vorfeld der Familiensynode hat für Aufregung gesorgt - in aller Offenheit kritisiert der Oberhirte darin mehrere Lehrschreiben der Kirche und die Synodenstruktur selbst. Übersetzt hat die Schrift Ulrich Ruh, Chefredakteur der Herder Korrespondenz. Im Interview mit katholisch.de erzählt er, warum die Entscheidung, den Text ins Deutsche zu übersetzen, richtig war und was er selbst von der Synode erwartet.
Viele Bischöfe sitzen in einem riesigen Sitzungssaal.
Deutsche Bischöfe und Laien begrüßen Arbeitspapier der Familiensynode

"Breit gefächerte Betrachtung"

Die katholische Kirche will über Konsequenzen aus der Kluft zwischen dem kirchlichem Familienbild und der Lebenspraxis vieler ihrer Gläubigen beraten. Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Arbeitspapier für die Bischofssynode im Herbst hervorgeht, sehen viele Bischöfe Gesprächsbedarf etwa bei den Themen wiederverheiratete Geschiedene, Homosexualität oder künstliche Empfängnisverhütung.
Braut und Bräutigam reichen einander die Hände und halten die Ringe.
Über die christliche Lehre, Barmherzigkeit und Ehe-Annullierungen

Was kann die Kirche tun?

Was kann die Kirche tun, wenn ein Wiederverheirateter die Kommunion empfangen will? Da gibt es die Dogmatik, deren Aufgabe es ist, die christliche Lehre zu bewahren und zu vergegenwärtigen. Und die besagt, dass die sakramentale Ehe unauflöslich ist. Konfrontiert wird die Lehre mit der tatsächlichen Lebenssituation vieler Christen und einer "Pastoral der Barmherzigkeit". Jedoch muss sich beides nicht ausschließen. Dabei spielt auch das kirchliche Eherecht eine wichtige Rolle.
Kardinal Walter Kasper, Präsident a.D. des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Vatikanstadt
Kardinal Kasper sieht Wege für die Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion

Allenfalls in Einzelfällen

Hinter verschlossenen Türen hat das erste Außerordentliche Konsistorium von Papst Franziskus über aktuelle Fragen der Kirche beraten, vor allem über die Familienpastoral samt dem dornigen Thema der wiederverheirateten Geschiedenen. Zwei Stunden und mehr als 20 Seiten lang war der Vortrag, mit dem der frühere deutsche Kurienkardinal Walter Kasper (80) vergangene Woche in jenes Thema einführte, mit dem sich die beiden kommenden Bischofssynoden befassen wollen.