Standpunkt Standpunkt Von Montag bis Freitag kommentieren täglich Autorinnen und Autoren über aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft und Kirche. Hier können Sie die Standpunkte nachlesen.
Standpunkt Das "Christentum" der AfD – ausschließend und ethnonationalistisch Fünf Landtagswahlen stehen bevor – überall kann sich die AfD Erfolge ausrechnen. Einer ihrer Gegner: das Christentum, das auf Nächstenliebe und Menschenwürde setzt. Wie man dagegen argumentieren kann, zeigt Regina Nagel.
Standpunkt 75 Jahre, 75 Stimmen, eine gewaltige Leerstelle Welche Rolle spielt Religion noch in der Gesellschaft? Eine Antwort gibt ein Jubiläumsheft der Journalistengewerkschaft DJV, kommentiert Christoph Strack. Er zeigt auf, wo Medien heute blinde Flecken haben.
Standpunkt Für einen entwaffnenden Frieden stärker zusammenstehen Der Frieden hat in der Weltpolitik einen schweren Stand. Trotzdem lohnt es sich, für ihn einzustehen, kommentiert Joachim Frank. Denn sonst könnten die Folgen verheerend sein. Dabei weiß er den Papst hinter sich.
Standpunkt Glaubhaftes kirchliches Gedenken braucht Umkehr Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts an diesem Dienstag wird auch in Deutschland wieder groß begangen. Angesichts dessen warnt Valerie Mitwali vor Floskeln – und erinnert an einen Propheten.
Standpunkt Kampf um Erhalt der Demokratie: Keine Angst vor heiklen Diskussionen Wenn in der großen Politik nur noch das Recht des Stärkeren gilt, gewinnt die lokale Ebene an Bedeutung, meint Claudia Pfrang. Hier gelte es besonders für Christen, auf Menschen mit anderer Meinung zuzugehen.
Standpunkt Bätzings Nachfolger braucht mehr Rückhalt Die Verdienste von Georg Bätzing als Vorsitzender der Bischofskonferenz wurden kleingeredet. Christof Haverkamp findet das schade und kommentiert: Bätzing habe das umgesetzt, was die meisten Bischöfe und Laien wollen.
Standpunkt Wenn Geld regiert, leidet die Demokratie – auch bei uns Die USA zeigen: Wenige gestalten die Regeln – mit globalen Folgen. In Deutschland wird die Dynamik oft übersehen, meint Andrea Hoffmeier. In Krisenzeiten braucht es aber eine Politik, die sich am Gemeinwohl orientiert.
Standpunkt Mit wachsendem Vermögen gefährden Superreiche die Demokratie Die Zahlen müssten aufrütteln: Der Reichtum einiger weniger wächst rasant – auch der Papst kritisiert die Unwucht. Annette Zoch warnt: Mit wachsendem Vermögen sichern sich Superreiche politischen Einfluss und formen Gesellschaften nach ihrem Willen.
Standpunkt Bischof Bätzing geht – die Konflikte bleiben Der DBK-Vorsitzende Georg Bätzing setzte auf offene Debatten und Konflikte. Doch sein Verzicht auf eine zweite Amtszeit verweist auch auf Defizite im Umgang mit dem Vatikan, meint Mario Trifunovic. Beides gehört zur Bilanz seiner Amtszeit.
Standpunkt Synodaler Weg – Prozess abgeschlossen, Ziele nicht erreicht Die letzte Synodalversammlung steht an. Was bleibt, ist viel Einsatz – doch kaum Reformen, kommentiert Simon Linder. Themen wie Gleichberechtigung und Sexualmoral blieben ungelöst. Der Preis: sinkendes Vertrauen in die Kirche.
Standpunkt Vom merkwürdigen Drang, es den Leuten mal so richtig zu zeigen Hat die ARD-Christmette mit dem "Schleim-Jesus" religiöse Gefühle verletzt oder nur schwachen Glauben provoziert? Werner Kleine blickt mit Paulus auf die Debatte und fragt, was Inszenierungen leisten können – und wo Lieder mehr sagen als Bilder.
Standpunkt Gott ist Fleisch geworden – auch an Weihnachten eine Provokation Eine Performance im ARD-Weihnachtsgottesdiest sorgt für Empörung – bis weit nach Weihnachten: Hat der "Schleim-Jesus" etwas in der heiligen Nacht zu suchen? Das zeigt, wie provokant es heute noch ist, dass Gott Mensch geworden ist, so Felix Neumann.
Standpunkt Unredliche Zahlenspiele mit dem christlichen Eheverständnis Lehnt die absolute Mehrheit der Deutschen wirklich gleichgeschlechtliche Ehen ab? Eine von einem evangelikalen Medium präsentierte Umfrage scheint das zu zeigen – doch Andreas Püttmann warnt: Hier wird mit schlechter Demoskopie im Trüben gefischt.
Standpunkt Eineinhalb Tage Konsistorium: Wie sinnvoll kann so ein Treffen sein? Leo XIV. stärkt das Kardinalskollegium – das zeigte das jüngste außerordentliche Konsistorium. Doch wie repräsentativ ist dieses Gremium für die Weltkirche? Pater Stefan Kiechle fragt nach echter Beratung, synodaler Weite und zeitgemäßer Leitung.
Standpunkt Der Papst macht vor, wie Synodalität geht Unter Papst Franziskus kannten sich die Kardinäle kaum – sein Nachfolger änderte das gleich im ersten Jahr seiner Amtszeit. Damit setzt er ein klares Signal, wie er Partizipation in der Kirche will, kommentiert Stefan Orth die Früchte des Konsistoriums.
Standpunkt Inklusion statt Integration der muttersprachlichen Gemeinden! Die Kirche in Deutschland ist vielfältig: Menschen unterschiedlichster Herkünfte und Sprachen sind katholisch. Wie kann das Zusammenleben und zusammen Feiern gelingen? Dominik Blum gibt ein Beispiel aus seiner Gemeinde.
Standpunkt Die Zeit wäre reif für Versöhner! Vor 60 Jahren haben sich polnische und deutsche Bischöfe die Hand gereicht: "Wir vergeben und bitten um Vergebung". Heute bräuchte es wieder Versöhnung – innerhalb der Gesellschaft. Für Thomas Arnold ist klar: eine Aufgabe für die Kirche.
Standpunkt Auszeiten in Castel Gandolfo: Leo ist Vorbild für Work-Life-Balance Leo XIV. gönnt sich regelmäßig Freizeit in Castel Gandolfo. Gabriele Höfling fand das zunächst befremdlich. Schließlich gehöre das Kirchenoberhaupt ins Zentrum der Macht, nicht in eine Bergidylle. Doch inzwischen kann sie der Praxis einiges abgewinnen.
Standpunkt Es braucht theologischen Tiefblick in kirchlichen Debatten Wie können kirchliche Reformdebatten gelingen? Bloßes Meinen genügt nicht – es kommt auf die Argumente an, sagt Oliver Wintzek. Eine theologische Grundlegung auf der Höhe der Zeit ist für ihn das beste Mittel gegen unaufgeklärten Gehorsam.
Standpunkt Der christliche Glaube geht auch heute von der Einzigkeit Christi aus Das Datum der Inkarnation ist Angel- und Wendepunkt der Chronologie, schreibt Jan-Heiner Tück – auch wenn es nicht exakt berechnet werden kann. Und doch prägt es nicht nur die westliche, sondern die globale Welt von heute.
Standpunkt Das neue Jahr fängt gut an – dank Gottes Segen Die Redewendung "Das fängt ja gut an" ist eher negativ belegt. Doch schon eine andere Betonung kann das ändern, meint Katharina Goldinger. Und mit solch positiven Impulsen könnten Christen auch dem um sich greifenden Fatalismus begegnen.
Standpunkt Silvester ohne Böllern? Christliche Verantwortung statt Raketen Aufs Neue diskutiert Deutschland um Silvester über private Feuerwerke. Gerade aus christlicher Sicht gibt es gute Gründe, über ein Verbot nachzudenken, schreibt Matthias Altmann. Für ihn ist die Sache im Anschluss an Papst Franziskus eigentlich klar.
Standpunkt Mehr als bloß Wünsche – ein gutes neues Jahr braucht gute Taten Gute Wünsche zum Jahreswechsel gibt es viele. Doch damit ein Jahr wirklich gut wird, braucht es Menschen, die Hoffnung haben, hinschauen, Ideen entwickeln und handeln, kommentiert Agnes Wuckelt. Nichts Neues? Vielleicht doch.
Standpunkt 250 Jahre USA: Unterscheidung der Geister versus Trumps Propaganda 2026 feiern die USA 250 Jahre Unabhängigkeit. Eine Gelegenheit, die sicherlich genutzt werden wird, US-Präsident Donald Trump als "Erwählten" zu inszenieren, meint Michael Böhnke. Dagegen helfe eine wohlbewährte katholisch-spirituelle Praxis.
Standpunkt Unvernünftige Hoffnung gegen den Zynismus Die Nachrichten machen dieser Tage wenig zuversichtlich für die Zukunft. Doch Peter Otten lässt sich vom Propheten Jesaja inspirieren und setzt dem eine unvernünftige wie notwendige Hoffnung entgegen: "Die Steppe wird blühen."
Standpunkt Neue geistliche Gemeinschaften – "Prüft alles und behaltet das Gute" Neue geistliche Gemeinschaften und Bewegungen polarisieren. Ricarda Menne fordert deswegen, sie genau zu prüfen. Das sei eine Aufgabe für die Gemeinschaften selbst, ihre Mitglieder, die Bischöfe und zuletzt alle Gemeinden.
Standpunkt Achtung vor geistlichem Missbrauch in charismatischen Bewegungen Manipulation in christlichen Einrichtungen – darüber sprechen Betroffene in einer TV-Dokumentation. Burkhard Hose lässt das aufhorchen und betont, dass die Gefahr von geistlichem Missbrauch in allen kirchlichen Einrichtungen ernst genommen werden muss.
Standpunkt Die Zukunft der Kirche ist eine Kirche der Ehrenamtlichen Ehrenamtliche tragen große Verantwortung in der Kirche – und diese wird noch weiter wachsen, da ist sich Thomas Seiterich sicher. Doch die Entwicklung zu einer Freiwilligenkirche gelingt nicht von allein. Ehrenamtliche brauchen Förderung.
Standpunkt Ungarns Abschottung: Verrat an europäischen und christlichen Werten Ungarn verweigert sich erneut einer europäischen Flüchtlingspolitik. Die Regierung von Viktor Orbán verletzt damit nicht nur die Solidarität der EU, sondern auch die christlichen Werte, auf die sie sich so gern beruft, schreibt Steffen Zimmermann.
Standpunkt Kein Weihnachten ohne die enorme Care-Arbeit von Frauen Weihnachten gilt als Fest der Liebe – doch für viele Frauen bedeutet es vor allem Mehrarbeit. Warum Care-Arbeit in der Familie und in der Kirche endlich anerkannt werden muss, kommentiert Friederike Frücht.