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Pankratius
Der Heiligenkalender kennt zahllose junge römische Mädchen, die in der Antike mutig für ihren Glauben gestorben sind – höchste Zeit, auch einmal den Jungen Aufmerksamkeit zu schenken! Einer ihrer bekanntesten Vertreter ist der Märtyrer Pankratius (um 290-304). Der Legende nach wuchs er in Synnada in der römischen Provinz Phrygien (heutige Türkei) auf. Seine heidnischen Eltern Kleonios und Kyriada waren reiche und angesehene Bürger. Nach dem frühen Tod seines Vaters wurde der neunjährige Pankratius zu seinem Onkel Dionysius nach Rom geschickt. Die neue Nachbarschaft barg ein ungeahntes Geheimnis: Hier wohnten viele, die verborgen dem verbotenen christlichen Glauben anhingen – darunter sogar der römische Bischof Marcellinus. Schließlich ließen sich auch Pankratius und Dionysius taufen. Kurz darauf starb der Onkel, doch der vierzehnjährige Pankratius wusste sich von der Gemeinde getragen: Die gemeinsamen Gebete und Mahlfeiern gaben ihm Kraft. Als Spione Kaiser Diokletian das Glaubensgeheimnis des Jungen verrieten, reagierte der Herrscher entsetzt und ließ Pankratius zu sich rufen. Dieser erkannte die Situation sofort: Er bat Bischof Marcellinus um einen letzten Segen, verteilte sein gesamtes Erbe unter bedürftigen Christen und ging entschlossen zum Palast. Kaiser Diokletian wollte dem Sohn solch angesehener Eltern noch eine Chance geben. Pankratius aber weigerte sich, seinem Glauben abzuschwören. Daraufhin ließ der Kaiser ihn an der Via Aurelia enthaupten. Bereits Papst Symmachus (489-514) weihte dem jungen Märtyrer eine Basilika.
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