Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung
Aufgekreuzt - 14.06.2026 (00:31:40)

Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung

Ein Segen – das kann eine kleine Geste sein oder ganze Bücher füllen. Aber wer darf in der katholischen Kirche überhaupt einen Segen spenden? Warum ist Segen heute so beliebt? Und wann hat ein Segen auch eine kirchenpolitische Bedeutung? Das bespricht Host Christoph Brüwer mit Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann.
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Josemaría Escriva

Josemaría Escriva

Josemaría Escriva (1902-1975) polarisiert bis heute. Die Einen verklären den Gründer des Opus Dei zum makellosen Kirchenretter, die Anderen verdammen ihn als reaktionären Diktatorenfreund. Ein Blick auf Josemarías Biographie macht deutlich: Er war ein Gottessucher inmitten dramatischer historischer Umwälzungen. 1902 wurde Josemaría als zweites von sechs Kindern im spanischen Barbastro geboren und wuchs in einer tiefreligiösen Familie auf. Im Ersten Weltkrieg machte der väterliche Betrieb Bankrott und die Familie siedelte nach Logrono über. Beeindruckt vom Beispiel eines Mönchs suchte der jugendliche Josemaría nach einem Weg, Gott großherzig zu dienen, und spürte schließlich eine Berufung zum Priestertum: Nach abgeschlossenem Theologiestudium wurde er 1925 ordiniert. Drei Jahre später berichtete Josemaría von einer Vision, in welcher er das spätere Opus Dei sah – es ist der geistliche Beginn der von ihm gegründeten Gemeinschaft. In ihr sollen Priester und Laien gemeinsam nach Heiligkeit streben. Jahre später griff das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) eben diese Betonung der allgemeinen Taufgnade auf. Im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939) floh Josemaría vor den antiklerikalen Republikanern und kehrte später in das nun unter Militärdiktatur stehende Spanien zurück. Bis heute wird ihm eine verhängnisvolle Nähe zum Franco-Regime vorgeworfen. 1946 ging Josemaría nach Rom, wo er zahlreiche geistliche Schriften verfasste und 1975 starb. Bereits bei seinem Tod hatte die konservative Bewegung Opus Dei weltweit über 60.000 Mitglieder. Papst Johannes Paul II. sprach Josemaría 2002 heilig.

Thema
Missbrauch

Missbrauch

2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.
Thema
Weltweiter synodaler Prozess

Weltweiter synodaler Prozess

Papst Franziskus hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. In mehreren Stufen von den Pfarreien über die Diözesen und die Bischofskonferenzen bis zum Vatikan sollten die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, welche Reformen die Kirche braucht. Bei der Bischofssynode "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission" beraten in zwei Sitzungen im Herbst 2023 und im Herbst 2024 die Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien über die Eingaben des Prozesses. Bei dieser Synode dürfen zum ersten Mal auch Frauen abstimmen.
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Mitglieder der traditionalistischen Piusbruderschaft bei einem Gottesdienst.

Traditionalisten

Lange spielten sie in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle. Doch als Papst Benedikt XVI. die Messe nach tridentinischem Ritus 2007 wieder erlaubte, fanden auch sie wieder mehr Beachtung: die Traditionalisten. Die bekanntesten unter ihnen sind die Piusbrüder.