Jetzt diskutieren die Laien
Europaabgeordneter Peter Liese zu Themen der ZdK-Vollversammlung

Jetzt diskutieren die Laien

Mit einer Aussprache zum Thema Sterbehilfe beginnt am Freitag die Herbstvollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) in Bonn. Weiter geht es bei dem zweitägigen Treffen der höchsten katholischen Laienvertretung Deutschlands um die Situation verfolgter Christen sowie den 100. Deutschen Katholikentag 2016 in Leipzig. Der Europaabgeordnete Peter Liese (CDU) ist einer der Teilnehmer des Treffens.
ZdK warnt vor Flügelkämpfen
Alois Glück startet Vollversammlung des Laiengremiums

ZdK warnt vor Flügelkämpfen

Sterbehilfe, Christenverfolgung und Antisemitismus, Flüchtlingsproblematik: Zum Auftakt der Herbstvollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) hat sich deren Präsident Alois Glück zu vielen in Gesellschaft und Politik diskutierten Themen geäußert. Aber auch die innerkirchlichen Flügelkämpfe und die Einstellung der Kirche zu Familie und Sexualität war Thema seines "Berichts zur Lage" am Freitag in Bonn.
Wiederverheiratete und Kirchenaustritte
Deutsche Bischöfe beenden Vollversammlung in Fulda

Wiederverheiratete und Kirchenaustritte

Vier Tage lang berieten die deutschen Bischöfe bei ihrer Herbstvollversammlung in Fulda über Themen wie das Verhältnis von Priestern und Laien, Sterbehilfe, verfolgte Christen im Irak oder die Kirchenaustritte. Und natürlich ging es auch um die wiederverheirateten Geschiedenen. Katholisch.de war bei der Abschlusskonferenz mit dem Vorsitzenden Kardinal Reinhard Marx dabei und hat das Wichtigste zusammengetragen.
Den gerechten Frieden als Ziel
Militärbischof sieht neue Herausforderungen für Friedensethik

Den gerechten Frieden als Ziel

Die Deutsche Bischofskonferenz wird sich ab Montag auf ihrer Herbstvollversammlung in Fulda auch mit den Fragen des Konflikts im arabischen Raum und der Christenverfolgung befassen. Im Interview erzählt der katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck, ob sich die Militärseelsorge in den vergangenen Jahren verändert hat, welche Rolle die Friedensethik in aktuellen Debatten spielt, und welche Verantwortung Deutschland bei internationalen Konflikten hat.
Kardinal Reinhard Marx im Halbprofil
Kardinal Reinhard Marx über den Reformdialog in der Kirche

Rückenwind und viele Fragen

Am Samstag ist in Magdeburg das vierte Gesprächsforum im Rahmen des Gesprächsprozesses der Deutschen Bischofskonferenz zu Ende gegangen. Enden soll die Initiative im kommenden Jahr mit einem weiteren Gesprächsforum in Würzburg. Ein zentrales Thema des Gesprächsprozesses ist die Frage nach der Zukunft der Kirche in Deutschland. Im Interview zieht der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, eine Bilanz. Und sagt, wie es nach 2015 weitergehen könnte.
Ein Menschenrecht
Hilfswerk "missio" setzt sich für Religionsfreiheit ein

Ein Menschenrecht

Regina aus Nigeria fürchtet sich vor Boko Haram, der Ägypter Mohammed wird in seiner Heimat ausgegrenzt. Theophilos kämpft in Indonesien für den Frieden und Asia sitzt wegen "Gotteslästerung" in einem pakistanischen Gefängnis. Auf den ersten Blick haben die Vier nicht viel gemeinsam. Doch sie alle sind Christen, die ihren Glauben nicht frei leben können. Mit der Aktion "Ein Lebenszeichen für bedrängte Christen" will das katholische Hilfswerk "missio" auf ihr Schicksal aufmerksam machen.
Durch die zerstörte Kuppel fällt ein Lichtkegel in den ausgebrannten Altarraum, links und rechts stehen beschädigte Kirchebänke.
Die Christen aus dem syrischen Bergdorf Maalula leben noch immer ein Angst

"Sie wollen uns Christen auslöschen"

Maalula im Juni 2014. Der Ort ist verlassen. Häuser liegen in Trümmern, Fenster sind aus den Rahmen gesprungen, Wände und Türen verkohlt. Kaum eine der zahlreichen Kirchen hat noch ein Kreuz. Statuen sind zertrümmert, Ikonen und alte Kulturschätze geraubt oder verbrannt. Maalula ist ein aramäisches Wort und bedeutet "Eingang". In dem Ort am Fuße einer tiefen Schlucht und im Schutz hoher Felswände hat die Sprache Jesu 2.000 Jahre überlebt.
Eine Frau im Irak betet in einer Kirche.
Die Terrorgruppe "Isis" erobert den Irak

Christen fliehen

Lange schien es ruhig zu sein im Zweistromland Irak. Die Welt blickte auf Syrien und die Ukraine – nun werden Politiker in den USA und Europa mit überrannt von der Offensive der Terrorgruppe "ISIS", die einen islamischen Staat im Irak fordert. Stadt für Stadt, Dorf für Dorf nehmen die Milizen ein, während die irakische Armee zerfällt und die Regierung unter Ministerpräsident Nuri Al-Maliki hilflos zusieht. Die Lage gerät außer Kontrolle.
Für den EU-Beitritt der Türkei
Patriarch Bartholomaios I. besucht die Deutsche Bischofskonferenz

Für den EU-Beitritt der Türkei

Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomaios I., hat sich für eine Aufnahme der Türkei in die EU ausgesprochen. Sie könnte eine gegenseitige Bereicherung sein, sagte das Ehrenoberhaupt der orthodoxen Christen weltweit am Dienstag in Bonn. Europa sei zwar christlich geprägt. Diese Werte seien jedoch so universell und zeitlos, dass auch ein nichtchristliches Land wie die Türkei sie mittragen könnte.
Wo Christen bedrängt werden
Syrien rutscht im Weltverfolgungsindex von Open Doors auf Rang 3

Wo Christen bedrängt werden

Die bislang knapp drei Jahre Bürgerkrieg in Syrien verändern viel in dem Land. Laut dem Hilfswerk Open Doors auch die Lage der Christen. Nach dem "Weltverfolgungsindex 2014", den die überkonfessionelle christliche Organisation am Mittwoch veröffentlichte, hat Syrien den Sprung von Platz 11 auf Platz 3 der Staaten gemacht, "in denen Christen wegen ihres Glaubens am stärksten verfolgt und benachteiligt werden". Insgesamt 50 Länder werden aufgelistet.
Eine Mariendarstellung hängt an einer verkohlten Wand einer Kirche nahe Alqosh im Norden des Irak.
Vielerorts flüchten Christen vor dem wachsenden Terror

Weihnachten in Angst

Für die Christen in Madalla wird es wohl lange nicht mehr eine unbeschwerte Weihnachtszeit geben. Das Fest 2011 hat alles verändert. Damals starben in der Kirche St. Theresa in der nigerianischen Stadt bei einem Terrorangriff 44 Menschen. "Es war ein schrecklicher Schlag für unsere Gemeinde", sagt Pastor Raph Imelo. Seither steht eine Mauer um die Kirche, sie wird von bewaffneten Männer bewacht, Gottesdienstbesucher werden durchsucht. Imelo beklagt verlorenes Vertrauen. Inzwischen "wird jeder Muslim verdächtigt". Vorbei die früher herzliche Beziehung zu Muslimen.
Kardinal Rainer Maria Woelki.
Christen beten in einem ökumenischen Gottesdienst für Frieden in Ägypten

Zuversicht und Gottvertrauen

Christen verschiedener Konfessionen haben sich am Donnerstagabend in der koptisch-orthodoxen Kirche in Berlin-Lichtenberg zu einem ökumenischen Gebet für den Frieden in Ägypten versammelt. Unter den Teilnehmern waren Kardinal Rainer Maria Woelki als Vertreter der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, der evangelische Berliner Bischof Markus Dröge und der ägyptische Botschafter Mohamed Abdelhamid Ibrahim Higazy.
"Für den Frieden beten!"
Papstaufruf nach Zerstörung dutzender Kirchen

"Für den Frieden beten!"

Papst Franziskus hat am Sonntag erneut zum Gebet für Ägypten aufgerufen. Zum Abschluss des traditionellen Angelus-Gebets auf dem gut gefüllten Petersplatz sagte er: "Lasst uns weiter für den Frieden in Ägypten beten." Am Samstag hatte das vatikanische Presseamt mitgeteilt, der Papst beobachte die Eskalation der Gewalt am Nil mit "wachsender Sorge". Bereits am Donnerstag appellierte Franziskus an die Konfliktparteien, das Blutvergießen zu beenden und in einen Dialog zu treten.
Robert Zollitsch, Freiburger Erzbischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz
Erzbischof Robert Zollitsch beklagt weltweite Christenverfolgung

"Zielscheibe von Terrorakten"

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, hat auf dem Evangelischen Kirchentag in Hamburg die weltweite Verfolgung von Christen beklagt. "Noch nie zuvor in der Geschichte wurden so viele Christen bedrängt und verfolgt wie in unseren Tagen", sagte der Freiburger Erzbischof am Donnerstag bei einer Bibelarbeit mit mehreren hundert Teilnehmern. "Christen werden immer häufiger Zielscheibe von Gewalt und Terrorakten."
Schluss mit der Verfolgungs-rhetorik
Hilfswerk "Kirche in Not" stellt Dokumentation über bedrängte Christen vor

Schluss mit der Verfolgungs-rhetorik

Um die Unterdrückung der Christen im Nahen Osten zu überwinden, müssten die verschiedenen Konfessionen "eine gemeinsame politische Vision" entwickeln. Dies sagte der Präsident von Caritas Libanon, Simon Faddoul, am Dienstag in München, wo er die Dokumentation "Christen in großer Bedrängnis" des Hilfswerks "Kirche in Not" vorstellte. Zudem müssten sie aus ihrer selbst verschuldeten Isolation heraustreten.